34. Mitgliederversammlung von Pro Simmental

Im Zeichen der Sonnen-Energie

Ruhiges Geschäftsjahr. Auf nicht traktandierte Anliegen nicht eingegangen. Power-Vortrag über aktuelle Sonnen-Energienutzung.

Am letzten Samstagnachmittag konnte Vereinspräsident Christian von Grünigen die Mitglieder im Kirchenraum des Schulhauses Matten willkommen heissen. Als Einstimmung durfte Alt-Präsident Bartlome Sumi ein wunderbares Natur-Gedicht zweier Thurgauerinnen, welche altershalber verhindert waren (85- und 98-jährig), vorlesen (das Samenkorn).

Die globalen Ereignisse und deren Auswirkungen für uns

Für einmal blickte von Grünigen in seinem Jahresbericht auf das Weltgeschehen zurück und spann den Faden zu deren Folgen, welche sich auch bei uns grossräumig auswirken. Zu einem dieser weltweiten Themen versandte Pro Simmental in alle Haushaltungen des Simmentals eine rundum gelungene Broschüre, welche von Buchautor Ernst Zbären verfasst wurde. Nebst der Gesamtbetrachtung unserer Energieversorgung von Öl, Holz, Atomenergie über die Alternativenergien wie Windkraft, fokussierte sich die Broschüre auf die Fotovoltaik. Kritisch betrachtet die Pro-Simmental-Broschüre jedoch die massive touristische Aufrüstung im Alpenraum, im besonderen des energieintensiven Wintersports und deren zwangsläufigen Beschneiungen und künstlichen Speicherseen.

Alle Traktanden genehmigt

Die Jahresrechnung schloss infolge ruhigem Jahr und wenig Ausgaben sehr positiv ab. Einen noch zu bestimmenden Beitrag wird Pro Simmental ans Schloss Blankenburg ausrichten. Vorstandsmitglied Hans Jaquemet demissioniert infolge Wegzugs von der Lenk. Neu gewählt wurde Jürg Wittwer aus Wimmis und eine Lenker Vertreterin ist vorgesehen. Marc Mathys aus Zweisimmen ist neuer Revisor.

Die diesjährige Bergwanderung wird mit der Sommeruniversität Lenk durchgeführt (Crans Montana, Plaine Morte–Iffigen–Lenk, Do 26. Juli).

Sehr kritisch steht Pro Simmental der Bahn-Ersatzlösung Zweisimmen–Boltigen gegenüber. Sie wird eine Eingabe zum regionalen Angebotskonzept 2014–17 einreichen.

Kein Thema für Pro Simmental sind die Spitalkapriolen. Hans Jaquemet durfte trotzdem auf die Resolution hinweisen. Er bat die Mitglieder, diese Resolution zur Spitalversorgung zu unterschreiben.

Vorstandsmitglied kritisiert Vorstand

Lorenz Kunz bemängelte, dass wegen den Landwirten die Versammlung doch etwas früher angesetzt werden sollte. Zudem sei das Versammlungslokal nicht von allen Besuchern auf Anhieb gefunden worden. Er wollte weiter, dass Pro Simmental, statt das Schloss Blankenburg, eher den Heilpflanzengarten von Susanna Krebs, Boltigen, unterstützen würde. Da er diesen Wunsch aber im Vorstand nicht als Antrag einreichte, konnte die Versammlung darüber keinen Beschluss fassen. Der neue Heilpflanzen-Weg Adlemsried–Ramseren dürfte beim Vorstand Pro Simmental eher Zustimmung finden, sofern er deren Kriterien für einen Beitrag erfüllen sollte. Einen Unterschriftenbogen für eine Initiative gegen die Blauzungen-Impfung durfte Lorenz Kunz jedoch zirkulieren lassen. Bisher soll kein nicht geimpftes Tier erkrankt sein, jedoch sehr schwere Erkrankungen bei geimpften Tieren aufgetreten sein. 80% der Impfverweigerer wurden schuldig gesprochen, 20% jedoch freigesprochen. Kunz ist bekanntlich als Bio-Bauer ein grosser Gegner solch fragwürdiger Zwangsimpfung, welche neu auf Bundesebene durchgepaukt würde.

Aktuelles zur Sonnenenergie-Nutzung

Der junge Präsident von SpiezSolar, Syril Eberhart, durfte nach kurzer Pause seinen Power-Vortrag präsentieren. Sehr bewandt und sachkompetent brachte er die gesamte Energie-Erzeugung und die Fotovoltaik im besonderen, anschaulich den Teilnehmern vor Augen. Viele der Pro Simmentaler waren in dieser Materie bereits auf einem beachtlichen Wissensstand. Noch immer fristet die Fotovoltaik in der Schweiz geradezu ein Mauerblümchendasein, obwohl diese erneuerbare Energie-Nutzung für alle Zeiten möglich ist und diese erneuerbare Energie in absehbarer Zeit wirtschaftlich in den Bereich des AKW-Strompreises eindringen kann.

Wie üblich liessen Hobelchees und Züpfe die Versammlung ausklingen. Josef Kopp

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Erstellt:
19.04.2012, 00:00 Uhr
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