Bergbahnen Destination Gstaad AG besiegeln Hotel-Ansiedlungsprojekt:
Eine Hamilton Lodge soll das Berghaus Gobeli ersetzen
Mit dem neuen Projekt «Hamilton Lodge» punktet die Bergbahnen Destination Gstaad AG für die Ferienregion gleich doppelt: Einerseits stellt dieses Vorhaben eine Lösung für das sanierungsbedürftige Berghaus Gobeli auf dem Rinderberg in Zweisimmen dar, andererseits unterstützt die BDG AG damit eines der Hauptanliegen der Destination Gstaad: die Neuansiedlung warmer Betten. Das Baugesuch ist bereits eingereicht.
So soll die Hamilton Logde am Rinderberg dereinst aussehen. Projektverfasser für das 75-Betten Haus mit Skirestaurant und Sonnenterrasse ist das Visper Architekturbüro curcio.
Zum Winter 2011/12 soll die erste der beiden Bauphasen abgeschlossen sein. 35 von insgesamt 75 Betten werden dann in der Hamilton Lodge zur Verfügung stehen. Das neue Drei-stern-Hotel ist so konzipiert, dass es auch Tagesgästen und Wintersportlern eine attraktive Einkehrmöglichkeit mit Terrasse direkt an der Piste bietet.
Baurecht für 99 Jahre
Das bestehende Gobeli-Gebäude wird weitgehend erhalten, aber behutsam modernisiert und erweitert. Die BDG AG hat das Haus im Baurecht für 99 Jahre der Firma Hamilton Lodge Zweisimmen (in Gründung) übergeben. Die Sanierung war eine von diversen Projekten innerhalb des BDG-Investitionskonzepts «Konzentration». Die BDG AG wird die Sanierung des Berghauses nun nicht selber vornehmen. Da dies jedoch eine Änderung des Konzepts «Konzentration» bedeutet, hatten die beteiligten sieben Gemeinden Gelegenheit, sich zum Projekt zu äussern. Alle – darunter auch Zweisimmen – haben den Plänen zugestimmt. Um die langfristige Zweckorientierung dieser neuen Nutzung abzusichern, hat die BDG AG den Vertrag überdies mit Auflagen verknüpft.
Bereits erfolgreiches Hotel-Konzept
«Mit dem Ehepaar Wegink haben wir einen Partner gefunden, der ein bereits erfolgreich laufendes Hotel-Konzept umsetzen und die nötigen Investitionen übernehmen wird», zeigte sich BDG-Direktor Armon Cantieni erfreut über die bevorstehende Zusammenarbeit mit John und Jacqueline Wegink. Die beiden gebürtigen Holländer leben und arbeiten bereits seit vielen Jahren mit ihren zwei Töchtern in der Schweiz. Sie wollen ihr in Belalp bereits bewährtes Hotel-Konzept auf Zweisimmen übertragen. «Unsere Firma ist ein Familienbetrieb», unterstreicht John Wegink den Charakter des Projekts.
Qualitätsorientiertes Boutique-Hotel mit Spa
Laut Projektplan rangiert die Hamilton Lodge im Dreistern-Bereich und erfüllt mit ihren insgesamt 25 Zimmern den Bedarf an qualitätsorientierten Boutique-Hotels mit Spa-Einrichtung. Das Interieur wird trendy, rustikal und romantisch und bietet alpinen Lounge-Charakter mit naturnahen Elementen und Baustoffen – passend zum Chaletbaustil, der die Ferienregion prägt. Die Investitionskosten, die die Betreiberfirma tragen wird, liegen bei ca. CHF 5 Mio. Ziel ist es, das Hotel während 10 Monaten im Jahr geöffnet zu haben. «Bei uns kann sich jeder zu Hause fühlen, der gern entspannte Ferien direkt an der Piste oder mitten im Wandergebiet geniessen möchte», skizziert John Wegink die Zielgruppe der Hamilton Lodge.
28-jährige Ära geht zu Ende
Mit der Realisierung des Projekts geht eine Ära am Rinderberg zu Ende. 28 Jahre lang hat die Pächter-Familie Wagner den Rinderberg geprägt. Das Gobeli war ein beliebtes Ausflugslokal. «Wir bedauern es sehr, dass wir unser Vertragsverhältnis nun auflösen mussten und danken der Familie Wagner sehr für die gute Zusammenarbeit, ihre Verdienste und die professionelle Führung dieses Bergrestaurants», sagt Armon Cantieni. Die nun gefundene Lösung überzeugt jedoch durch ihre vielen Pluspunkte. Jetzt gilt es, diese Chance für die Region zu nutzen.
Öffentliche Präsentation der Pläne
Die Pläne, wann und wie sich das Gobeli in die Hamilton Lodge verwandelt, wollen John und Jacqueline Wegink zusammen mit der BDG AG im Mai in Zweisimmen öffentlich vorstellen. Bergbahnen Destination Gstaad
Das Berghaus Gobeli soll zur «Hamilton Lodge» mit 75 Betten erweitert werden. Zweisimmen
Das Berghaus Gobeli soll zur Hamilton Lodge werden. Links vom bestehenden Haus ist ein Hoteltrakt mit 75 Betten geplant.
Auf der Berghaus Gobeli-Homepage äussert sich die Wirtefamilie Greti, Manuel und Hans Wagner zur Kündigung: «Nun ist es soweit… Das Berghaus Gobeli wurde an einen ausländischen Investor verkauft. Wir müssen nach 28 Jahren schöner Gobelizeit im April 2011 den «Bärg» räumen. Wir bedanken uns bei allen Gästen und Gobelifreunden für die vielen schönen Stunden und die langjährige Treue.»