Zweisimmen Jazz
Stimmungsvoller Saisonschluss mit dem Marianne Racine Quartett
Mit gepflegtem Jazzgesang setzte das Marianne Racine Quartett am vergangenen Samstag im Hüsy Blankenburg einen stimmungsvollen Saisonschlusspunkt von Zweisimmen Jazz.
Marianne Racines warme Stimme kam gut zur Geltung in der gemütlichen Ambiance des Hüsy Blankenburg.
Beinahe pünktlich zu Frühlingsanfang und Sommerzeit-Beginn ging am vergangenen Samstag mit dem letzten Konzert die Saison 2010/2011 von Zweisimmen Jazz zu Ende. Zum Schluss präsentierten die Organisatoren mit dem Marianne Racine Quartett noch einmal eine hochkarätige Formation, in welcher sich Musiker aus vier verschiedenen Ecken der Schweiz zu einem Gig zusammenfanden, die sonst nur selten zusammen spielen. Hätte Marianne Racine dies zu Beginn des Konzertes nicht gesagt, man hätte es nicht gemerkt.
Jazzgesang mit «Schwedisch Crash-Kurs»
Die Sängerin Marianne Racine, die auch am Klavier sass, führte bei ihrem Auftritt im gut besetzten Restaurant Galerie Hüsy Blankenburg mit Witz durch das Programm. Mit ihrem Quartett präsentierte sie in zwei Sets frisch arrangierte Standarts, so zum Beispiel den sehr originell interpretierten «Jitterbug Waltz», und Eigenkompositionen samt eines «Schwedisch Crash-Kurs». Die sympathische Frau hatte mit ihrem schwedischen Charme und einem ansteckenden Lachen das Publikum bald in ihren Bann gezogen. Sie wusste nicht nur als wahres Improvisationstalent und Entertainerin, sondern vor allem mit ihrem hervorragenden Klavierspiel und ihrer schönen, warmen Stimme zu begeistern. Das Quartett hatte eine gut zwischen Balladen und schnellen Uptempo-Nummern ausbalancierte und abwechslungsreiche Programmierung gewählt. Die beigezogenen, nicht zur Stammbesetzung gehörenden Bänz Oester und Marcel Papaux, beide in der Schweizer Jazzszene bekannte Spitzenmusiker, legten den rhythmischen Boden – Oester mit soliden Basslinien und virtuosen Soli, Papaux mit einfühlsamer, mal fein-dezenter, mal kräftig zupackender Schlagzeugbegleitung. Mit sehr schönen, lyrischen Melodiebogen glänzte Daniel Baschnagel an Flügelhorn und Trompete. Besonders gefiel sein gekonntes Wechselspiel mit dem Klavier. Beeindruckend auch, wie ausgezeichnet das Quartett harmonierte, auch wenn es nicht die Stammcombo war. Keine Spur von Unsicherheiten, grooviger Jazz vom ersten Stück weg.
Stimmungsvoller Saisonschluss
Das Konzert mit dem Marianne Racine Quartett bot eingängigen, gepflegten Vocal-Jazz, und war ein stimmiger Abend zum Zurücklehnen und entspannten Zuhören. Ein würdiger und gelungener Saisonabschluss. Kilian Gobeli
Mit gepflegtem Jazzgesang endete die Saison von Zweisimmen Jazz. Zweisimmen