Eishockey-Nachwuchs

Sieg der Moskito am nationalen Turnier in Wohlen

Frühlingswetter und packende Duelle auf dem Eis. Was für ein genialer Saisonabschluss für das Moskito-Team des HC Gstaad-Saanenland/EHC Lenk-Zweisimmen. Spontan wurde auf die kurzfristige Einladung reagiert. Mit bemerkenswertem Erfolg, Turniersieg und Gewinn des Fairnesspokals; kurzum ein absolutes Top-Hockey-Wochenende!

Die siegreichen «Siebzehn». Hinten: Roman Bach, Nils Kunz, Silvan Schenk, Oliver Stutz, Trainer Ruedi Kunz, Noah Wälti, Tobias Ryter, Simon Reusser und Betreuer Adrian Schenk. Vorne: Silvan Ludi, Sascha Jakob, Pyry Matti, Leandro Frei, Kenny Wehren, Marcel Bernasconi, Rhys de Decker und Klemens Baumgartner.

Die siegreichen «Siebzehn». Hinten: Roman Bach, Nils Kunz, Silvan Schenk, Oliver Stutz, Trainer Ruedi Kunz, Noah Wälti, Tobias Ryter, Simon Reusser und Betreuer Adrian Schenk. Vorne: Silvan Ludi, Sascha Jakob, Pyry Matti, Leandro Frei, Kenny Wehren, Marcel Bernasconi, Rhys de Decker und Klemens Baumgartner.

Infolge kurzfristiger Absage eines Moskitoteam luden die Organisatoren vom EHC Wohlen-Freiamt die Moskito vom HC GSL zum zweitägigen Turnier ein. Nur zu gerne nahm Trainer Ruedi Kunz dieses Angebot an und trat mit seinen Jungs zum 24. Moskitoturnier an. Dies bot auch gleich Gelegenheit, sich mit anderen Teams aus der ganzen Schweiz zu messen und noch einmal turniermässig spielen zu können.

Der «Reichenbach-Bus» fuhr bereits sehr früh in Gstaad ab. Dies erwies sich als Vorteil. Die Moskito des HC GSL/EHC L-Z traten hellwach zum ersten Spiel gegen den SC Langenthal II an. Daraus resultierte ein knapper, aber sehr verdienter Sieg. Im zweiten Spiel des Samstags hiess es gegen das Kombiteam vom Glarner EC und den Rappers-Jona Lakers antreten. In diesem Spiel passte nicht viel zusammen. Der Puck lief nicht für die weitgereisten Berner Oberländer. Hinzu kamen ein paar Schiri-Entscheide, welche nicht über alle Zweifel erhaben waren. Aber auch solche Spiele gibt es immer wieder. Sie können für ein junges Team als «Lebensschule» abgebucht werden. Trotz der Niederlage verhielten sich alle Spieler ruhig. Dies bescherte ihnen beim Publikum zahlreiche Sympathien. Im dritten Match des Tages trafen die Moskito des HC GSL / EHC L-Z auf das «Grande» Lugano. Wollte man noch in den Halbfinal einziehen gab es nur eines: Siegen! Ansonsten würde man am Sonntag «nur» noch um Platz fünf bis acht spielen.

Dieser Siegeswille war vom ersten Bully an zu spüren. Das Team war motiviert bis auf die Haarwurzel. Ein jeder spielte nach vorne, kam aber auch gleich wieder zurück, um im Kollektiv zu verteidigen, wenn der Gegner angriff. Die Mühe wurde belohnt und die Moskito des HC GSL/EHC L-Z gewannen klar mit 7:1. Verständlich die Freude und Genugtuung bei Spielern, Betreuern und Trainer.

Nach einer erholsamen Nacht traf man im Halbfinal auf den Gastgeber HC Wohlen Freiamt. Die Heimmannschaft wurde von vielen Zuschauern unterstützt. Dies konnte aber die Gstaader/Lenker-Truppe nicht aus der Ruhe bringen. Sie zeigten eine geniale Team-Leistung und verliessen das Eis verdient mit einem 5:1 Sieg. «Ist da noch mehr möglich? Sind die Batterien noch voll genug? Oder ist der SC Langenthal I nicht eine Nummer zu gross?» fragte sich der Trainer und wohl auch die Spieler. Diese Fragen wurden im Final mit einem weiteren grandiosen Auftritt der Berner Oberländer beantwortet. Schliesslich gab es nichts zu verlieren, also Vollgas! Das Spiel begann mit einem Abtasten der beiden Teams, wollte doch keiner in Rückstand geraten. Schlussendlich aber nahmen die Moskito des HC GSL/EHC L-Z das Zepter in die Hand und schossen prompt das erste Tor. Davon befreit liefen die Spieler zur absoluten Höchstform auf und alle mobilisierten die letzten Kraftreserven. Die Ausbeute war ein diskussionsloser 6:0 Sieg! Riesige Freude bei den Jungs, aber auch beim Trainer, gilt doch das Turnier in Wohlen unter Insidern als der «Spengler-Cup der Kids».

Nebst dem Sieges-Wanderpokal durfte auch noch der Fairness-Pokal entgegengenommen werden. Dieser wird an das Team mit den wenigsten Strafen während des gesamten Turniers verteilt. Freude pur auf den Gesichtern der Moskito.

Müde aber überglücklich und gesund kehrte das Team nach diesem erfolgreichen Wochenende aus Wohlen zurück. Mit einem lachenden und weinenden Auge zieht denn auch der Trainer Ruedi Kunz ein Fazit zum Saisonende: «Lachend, weil ich immer alle Spieler gesund von den Auswärtsspielen nach Hause bringen konnte und auch die grosse Verletzungshexe ausblieb. Weinend, weil auf nächste Saison fünf Spieler vom Alter her das Team verlassen und in die nächsthöhere Kategorie wechseln werden. Umso schöner mit diesem schönen und unvergesslichen Erlebnis auseinander gehen zu können.» Merci Ruedi für deinen grossartigen Einsatz! Ruedi Kunz/Doris Wälti

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Erstellt:
22.03.2012, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 56sec
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