Im Grundsatz soll versucht werden mit der AP 2014–2017 die produzierende Landwirtschaft nochmals zu schwächen. Obwohl nur noch 60 Prozent im Inland produziert wird, soll noch mehr importiert werden. Dass der grösste Teil der freisinnigen Bundespolitiker dem zustimmten, kommt daher, dass dadurch mehr Industriegüter exportiert werde können. Nachdenklicher ist für mich das Stimmverhalten aus den GLP- und BDP-Lagern. Bei der Diskussion über die Tierhalterbeiträgen wurden laufend Unwahrheiten gesagt. Es ist lächerlich, die Milchschwemme dafür verantwortlich zu machen. Eigentümlicherweise waren gerade die Kostenbeiträge für Bergbauern die ersten Direktzahlungen. Zudem ist die Kuhzahl rückläufig. Eine kürzliche Studie zeigte, dass, wenn die Alpen mit weniger Kühen bestossen werden, die Pflanzenartenvielfalt deutlich zurückgeht! Schon in der Vergangenheit waren die beitragsberechtigten Tier-Beiträge an die Fläche gebunden; das Rad muss nicht neu erfunden werden. Auch der Beitrag im Bund von Regierungsrat Rickenbacher gleicht eher Aussagen eines falschen Propheten. In den meisten Fällen wird das Berggebiet vom Wegfall der Tier-Beiträge zu leiden haben. Der Bergbauer Nationalrat Erich von Siebenthal weiss dies besser, als etwa die GLP-Vertreter Grossen und Frau Bertschy. Es ist zu hoffen, dass der Ständerat sich zu Gunsten der Bergbauern entscheidet. Hermann Scheiben, Boltigenmehr...