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Königsbesuch im Diemtigtal

Dem König und dem Erstgekrönten war es eine Ehre

Nach Verschieben des Anlasses vom 3. Mai auf den 17. Oktober wurden auf dem Springenboden der aktuelle Schwingerkönig Christian Stucki sowie der Erstgekrönte Joel Wicki geehrt. Im Beisein von Schwingerkönig und «Gastgeber» Kilian Wenger erfolgte der symbolische Akt und die beiden Gäste brachten ihr Portraitbild in der Galerie sämtlicher bisheriger Schwingerkönige im «Schwingerpavillon» gleich eigenhändig an.

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Königsbesuch im Diemtigtal

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Königstreffen im Diemtigtal: Der Erstgekrönte Joel Wicki und die Schwingerkönige Christian Stucki und Kilian Wenger im Schwingerpavillon auf Springenboden.

© Eicherdigital

Schwingerkönig Christian Stucki brachte im Schwingerpavillon auf dem Springenboden sein Portraitbild in der Galerie der Schwingerkönige gleich selbst an.

Schwingerkönig Kilian Wenger zeigte seinem Göttikind Fabienne Wenger auf dem Schwingerweg den Posten Nummer zwei, «seine» Tafel.

Mit zwei Schwingerkönigen auf dem Schwingerweg hoch über dem Diemtigtal unterwegs: Die beiden Initianten Ueli Neukomm und Hansruedi Brunner, Kilian, Arianne und Fabienne Wenger, sowie Christian, Elia, Cecile und Xavier Stucki.

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Norbert Schmid, (L) Geschaeftsfuehrer Naturpark Diemtigtal bei der Begruessung. (Rolf Eicher/Eicherdigital)

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Joel Wicki (Soerenberg) Erstgekroenter 2019 montiert seine Koenigstafel im Pavillon der Schwingerkoenige auf. (Rolf Eicher/Eicherdigital)

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Joel Wicki (L; Soerenberg) und Christian Stucki (R, Lyss) mit ihren Ehrentafeln vor dem Pavillon der Schwingerkoenige. (Rolf Eicher/Eicherdigital)

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Für die Unterhaltung sorten die beiden Cousine von Kilian Wenger, Arian (L) und Fabienne (R) Wenger (Horboden) (Rolf Eicher/Eicherdigital)

Beim Apero wurde durch die Vertreter der Schwingersektion Niedersimmental unter anderem schon eifrig über das geplante Oberländische Schwingfest in Oey im kommenden Juli diskutiert.

Idyllisch liegt er, der kleine Holzpavillon, der dem Schwingsport alle Ehre macht. Hoch über dem Diemtigtal, unmittelbar zwischen den beiden Gasthäusern Gsässweid und Springenboden, dem «Ursprungshaus» von Kilian Wenger. Eine flotte Gruppe Interessierter folgte der Einladung des Naturparks Diemtigtal und genoss die Nähe zu den beiden Berner Schwingerkönigen sowie zum Entlebucher Erstgekrönten sowie den währschaften Apéro.

Wichtige Puzzleteile des Naturparks

«Der gut besuchte Schwingerweg und der Pavillon sind heute ein wichtiges Puzzleteil unseres Naturparks», betonte der Gemeindepräsident Jürg Stucki und verdankte insbesondere die grosse Arbeit von Ueli Neukomm, der sein Herzblut seit Jahren hier einbringe und dafür geschaut habe, dass der naturgetreue Holzmuni Arnold – als Nachahmung des Siegermunis von Frauenfeld, den Kilian Wenger am Eidgenössischen 2010 gewonnen hatte – auf dem Springenboden eine «Stallung» und eine Heimat bekommen hat, die als der heutige Schwingerpavillon öffentlich zugänglich ist.

Auch Hansruedi Brunner hiess die rund 40 Personen vonseiten des Schwingerweg-Teams in der engsten Heimat von Kilian Wenger willkommen und ehrte anschliessend zusammen mit Ueli Neukomm die beiden so unterschiedlichen Schwinger Stucki und Wicki: «Beides hat in Zug funktioniert: Wickis Art, voll auf Angriff zu schwingen ebenso wie Stuckis Art, alles mit der nötigen Ruhe anzugehen», blickte er auf das letzte Eidgenössische zurück, nicht ohne allen Schwingern Gesundheit, Freude am Schwingen und das nötige Wettkampfglück mit auf den Weg zu geben.

Danach wurden die traditionell in Geschenkpapier verpackten Portraitbilder den beiden Geehrten zum Auspacken und Aufhängen im «Pavillon der Schwingerkönige» überreicht.

Zweiter «Grand-Slam»-Sieger des Schwingens
Der damals 34-jährige Berner Christian Stucki bezwang am Eidgenössischen in Zug im Schlussgang am 25. August 2019 Joel Wicki nach 42 Sekunden mit Kurz/Gammen und ging als der älteste je gekrönte Schwingerkönig in die Sportgeschichte ein. Und hievte sich so nach dem Gewinn des Unspunnen-Schwingets 2017 und des Kilchberger Schwingets 2008 gleich selbst in die schwingsportlichen Annalen. Der Seeländer ist neben Jörg Abderhalden der einzige Schwinger der Geschichte, der alle drei traditionellen Feste mit gesamtschweizerischem Charakter gewonnen hat. Mehr als verdient gewann Christian Stucki Ende 2019 dann noch die Wahl zum Sportler des Jahres und liess dabei unter anderen auch Weltstar Roger Federer hinter sich.
Kurzer gemeinsamer Besuch des Schwingerweges
Die nachmittägliche Ehrenrunde auf dem Schwingerweg fiel beinahe dem verhangenen Wetter zum Opfer und so genoss die kleine Gesellschaft zusammen mit den zwei Schwingerkönigen die gemütliche Gastlichkeit und die vorzügliche Küche des Restaurants Springenboden ausgiebig. Bis zur zweiten Thementafel reichte es abschliessend dann allerdings doch noch, wo die flotten neuen Ruhebänke mit grandioser Aussicht getestet und sämtliche Informationen zu Kilian Wengers Titelgewinn nachgelesen und von ihm persönlich gleich bestätigt werden konnten. «Ich bin erstmals hier oben und werde mit den Jungs den Schwingerweg gerne mal noch erwandern kommen», versicherte Stucki: «Dann wäre ich dann endlich informiert, wie der Schwingsport eigentlich so abläuft», meinte der Hüne aus Lyss schmunzelnd.

Solange der Winter noch nicht Einzug gehalten hat, kann der 2,5 Kilometer lange Weg mit verschiedenen Posten hoch über dem Diemtigtal noch gut begangen werden. Also Stuckis, bindet die Schuhe und kommt hoch aus dem nebligen Seeland!

Erstellt am: 24.10.2020

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