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Waldtag zum 20-jährigen Bestehen des Forstreviers Diemtigtal

Waldbewirtschaftung zum Wohle aller

Am Samstag, 12. September, fand auf dem Viehschauplatz Anger in Zwischenflüh und dem nahen Waldstück Höllersberg der Diemtigtaler Waldtag statt. Zum 20-jährigen Bestehen des Forstreviers Diemtigtal diesmal in besonders grossem Rahmen: als öffentlicher Anlass mit Info-Ständen, Aktivitäten, geführten Rundgängen im Wald und einer Festwirtschaft. Und so konnten Interessierte bei gutem Wetter vielfältige Informationen über den Wald, die Forstwirtschaft und die Bedeutung des Waldes für Menschen, Tiere und Pflanzen lernen.

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Waldtag Diemtigtal 2020

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Beat Reichen für BEO Holz an der Quiz-Tafel, mit der Besucher ihr Wald- und Holzwissen testen konnten.

Ein Kubikmeter Schweizer Holz - in drei Sekunden nachgewachsen.

Gut besuchte Festwirtschaft am Viehschauplatz Anger.

Geführter Rundgang im Wald und Demonstration eingesetzter Geräte.

Die Förster Ueli Burgener (links) und Timm Näpflin waren kompetente Führer durch die Posten im Wald.

Revierförster Fritz Schneeberger (links) und Fritz Mürner, Präsident Forstrevier Diemtigtal.

Jahresringe zählen als Quizaufgabe.

Thomas Lädrach von der OLWO AG beantwortete geduldig alle Fragen zum Thema Holz.

Erschaffung von Holzskulpturen hautnah: Elias Rieder mit der Motorsäge in Aktion.

Fast 200 Besucher hatte der Waldtag in Form des öffentlichen Anlasses angelockt. «Waldbewirtschaftung soll den Wald gesund erhalten und widerstandfähig machen», so die Botschaft von Revierförster Fritz Schneeberger. Denn speziell im Diemtigtal wären Strassen, Häuser und Scheunen ohne den schützenden Wald kaum denkbar. Vor allem Steinschlag, Murgänge und Lawinen wären sonst ständige Begleiter der Menschen; würden die Infrastruktur beschädigen und auch vor Mensch und Tier mit ihrer Wucht nicht halt machen.

Waldrundgang gab Einblick in Pflege und Holzbringungsverfahren

Mit Shuttle-Bussen erreichten die Besucher den Höllersberg-Wald, wo an verschiedenen Posten verdeutlicht wurde, worum es bei der Arbeit im Wald eigentlich geht. Neben der Demonstration von Baumfällarbeiten, dem Transport und der Entastung der Stämme mit verschiedenen technischen Einrichtungen, erläuterten die Förster Timm Näpflin und Ueli Burgener, unterstützt von weiteren Fachpersonen an den einzelnen Posten, die Zielsetzung und Durchführung der Schutzwaldpflege.

Aktivitäten rund ums Thema Holz

Auf dem Viehschauplatz Anger drehte sich dann alles um das Holz, das der Wald liefert. Einen abschliessenden Höhepunkt bildete dabei die Handholzerei, bei der – mit viel Sicherheitsabstand – mit der Handsäge ein Baum in einiger Entfernung zum Viehschauplatz gefällt wurde. Nach längerer, schweisstreibender Arbeit fiel die Fichte nach einem satten Knacken unter dem Applaus der Zuschauer in die vorgesehene Richtung, um Platz zu machen für einen neuen Baum.

Zufriedenheit über gelungenen Anlass

Auch Nationalrat und Präsident des Verbandes Berner Waldbesitzer (BWB), Erich von Siebenthal, zeigte sich positiv beeindruckt von seinem Besuch am Waldtag: «In einer Zeit, in der die Rohstoffe weltweit abnehmen und lange Transporte Fragen aufwerfen, ist es dringend, unsere heimischen Rohstoffe und deren Möglichkeiten aufzuzeigen.» Von Siebenthal, bekanntermassen ein engagierter Vertreter für nachhaltige Fortwirtschaft in den heimischen Wäldern, lobte weiterhin den Ansatz des Informationsanlasses: «Der Bevölkerung unseren Wald als Schutz-, Bauholz-, Energie- und Wasserlieferant an solchen Tagen näher zu bringen, ist enorm wichtig.» Und so sprach er – wohl ganz im Sinne aller Besucher – den Verantwortlichen des Diemtigtaler Waldtages seinen Dank aus: den kompetenten und engagierten Führern auf den Informationsposten im Wald, allen Helfern im Vorder- und Hintergrund und natürlich den Initiatoren der Veranstaltung, die das Jubiläum des Fortrevieres trotz Erschwernissen in dieser Form organisiert und durchgeführt haben.

Erstellt am: 19.09.2020

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