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Steinwild-Kolonie am Stockhorn angesiedelt

«Dora und Christoph» bescherten dem Stockhorn einen Freudentag

Vor einigen Tagen wurden am Stockhorn die ersten Steinböcke und -geissen ausgesetzt. Die Verantwortlichen vom Kanton erhoffen sich damit mehr Artenvielfalt in der Region und eine bessere genetische Basis des Steinwilds im Kanton Bern. Und die Initianten des Projekts vom Verein Freunde des Stockhorns freuen sich über die attraktiven neuen Bergbewohner. Vergangenen Montag wurden unter den Augen von rund hundert Begeisterten, Steinbock Christoph und die Steingeiss Dora wieder ausgewildert.

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Steinbock-Ansiedlung am Stockhorn

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© Kanton Bern

Steinbock Christoph kurz nach seiner Freilassung am Stockhorn.

© Kanton Bern/zvg

Bereits am Mittwoch wurden zwei Steingeissen und ein -bock ausgewildert.

© Luzia Wyssen

Das ausgewilderte Steinwild unterhalb des Stockhorns im Visier.

© Luzia Wyssen

Regierungsrat Christoph Ammann (blaue Jacke) freute sich mit einem Teil des Wildhut-Teams über die erfolgte Ansiedlung von Steinwild am Stockhorn.

© Luzia Wyssen

Steingeiss Dora nimmt aus dem Stall einen Flug zurück in die Freiheit.

© Luzia Wyssen

Das mediale Interesse an der Ansiedlung des Steinwilds am Stockhorn war beeindruckend.

© Luzia Wyssen

Alt Regierungsrätin Dora Andres freute sich mit Jagdinspektor Niklaus Blatter sowie Regierungsrat Christoph Ammann als Namensgebende über die Ansiedlung von «Christoph und Dora» am Stockhorn.

Nach mehreren Jahren Vorarbeit war es am 2. Mai endlich soweit: Im Gebiet Stockhorn wurden ein Steinbock sowie eine Steingeiss für die neue Steinwildkolonie ausgesetzt. Rund 100 Interessierte nahmen am Informationsanlass im Gebiet oberhalb des Hinterstockensees teil. Hinter diesem Projekt stehen der Verein Freunde des Stockhorns, die Stockhornbahn sowie der Kanton Bern, welcher das Projekt aus zwei Gründen unterstützt: «Zum einen wird eine zusätzliche Attraktion für die Tourismusregion geschaffen, zum anderen entsteht eine frische Kolonie mit einer Blutauffrischung für das Steinwild im Kanton Bern», so Regierungsrat Christoph Ammann.

Wenn die Zeit einen Moment stillsteht

Montagmorgen, die Sonne ist eben über dem Hinterstockensee aufgegangen. Regierungsrat Christoph Ammann selbst öffnet die Stalltüre um zehn Uhr, hinter welcher der Steinbock Christoph und die trächtige Steingeiss Dora seit Samstag in Quarantäne ausharren.

Doch die beiden Hauptakteure liessen sich Zeit und mussten sich vorerst ans Licht gewöhnen, das durch die geöffnete Stallstüre ins Innere drang. Und so blieb für alle die Zeit unterhalb des Stockhorns für einen Moment stehen – die Ruhe wurde einzig von Vogelgezwitscher unterbrochen. Nach rund zehn Minuten gingen die beiden die Wildtiere betreuenden Wildhüter Ruedi Kunz und Bernhard Ruchti vorsichtig zur Stallung – und schon preschte Steingeiss Dora voller Mut und riesigem Freiheitsdrang aus dem Stäli heraus. Steinbock Christoph liess sich etwas mehr Zeit, stob schliesslich aber auch mit einem Flug davon. Aus sicherer Distanz konnte das leichtfüssige Emporklettern in die wiedergewonnene Freiheit Richtung Felsvorsprünge unterhalb des Stockhorns fasziniert beobachtet werden. Die Freude über das einmalige Erlebnis war bei allen spürbar: «Es ist ein Freudentag», fasste Bernhard Gyger als Verwaltungsratspräsident der Stockhornbahn den emotionalen Anlass und das Ansiedeln des «Königs der Alpen» im Stockhorngebiet denn auch kurz und bündig zusammen.

Erstellt am: 06.05.2022

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