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Chirurgen des Spitals Zweisimmen blicken auf intensive Wintersaison zurück

Unfall-Spezialisten im Dauereinsatz

Das Spital Zweisimmen unterliegt starken saisonalen Schwankungen beim Patientenaufkommen, doch eins ist klar: Im Winter herrscht Hochbetrieb, ganz besonders in der Chirurgie. Chefarzt Daniel Trötschler und die Leitende Ärztin Katja Messerer blicken denn auch auf eine intensive und arbeitsreiche Wintersaison zurück. Auch wenn die genauen Zahlen noch nicht vorliegen: Eine «Rekordsaison» dürfte es gewesen sein, bei der das Spital Zweisimmen mit seinen Menschen und den Räumlichkeiten öfters an die Grenzen des Leistbaren kam, aber die Patienten doch stets gut versorgen konnte.

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Unfall-Spezialisten im Dauereinsatz

© Armin Berger

Teamarbeit: Schwierige Fälle werden regelmässig im Team besprochen und die Versorgung gemeinsam geplant – hier die Leitende Ärztin Katja Messerer mit Chefarzt Daniel Trötschler.

Daniel Trötschler, seit 2009 chirurgischer Chefarzt am Spital Zweisimmen, freut sich auf seine bevorstehenden Ferien: «Es war eine sehr anstrengende Wintersaison mit deutlich mehr Patienten und Operationen als in den Corona-geprägten Vorjahren», blickt er auf die vergangenen Monate zurück, die nicht nur ihm, sondern auch seinem Ärzte-Team, den Pflegekräften und allen weiteren Mitarbeitenden viel abverlangt haben. Die Fallzahlen lagen in den Monaten Januar bis März 2022 im stationären Bereich 44 Prozent über dem für diesen Zeitraum 2022 budgetierten Soll, im ambulanten Bereich sogar 59 Prozent darüber.

An die Grenzen gekommen – und darüber hinaus

Das hohe Patientenaufkommen forderte das Personal des Spitals in allen Bereichen – mit wenig Spielraum für Ausfälle. Das chirurgische Team besteht neben Trötschler und der Leitenden Ärztin Katja Messerer aus zwei weiteren Kaderärzten mit Facharzttitel, fünf Assistenzärzten und im Winter noch bis zu sechs «Unterassistenten», also Studierende der Medizin kurz vor dem Examen, die ihre letzten studentischen Praxiszeiten absolvieren. «Wir hatten auf ärztlicher Seite zwar einige coronabedingte Ausfälle, die wir aber dank des sehr engagierten Teams noch abfangen konnten», blickt Trötschler zurück.

Spital Zweisimmen ist beim Ärztenachwuchs beliebt

Trotz der anstrengenden Saison erfreut sich das Spital Zweisimmen bei jungen Ärzten aber sehr hoher Beliebtheit: «Man kann hier in kurzer Zeit viel lernen und schnell eine gewisse Selbstständigkeit erlangen», so Trötschler, «und der Freizeitwert kommt noch hinzu».

Gebrochene Knochen als Spezialität

«Etwa 80 Prozent der chirurgischen Patienten in der Wintersaison kommen aufgrund von Unfallverletzungen», gibt Trötschler einen Einblick in die Verhältnisse. Der Anteil ist im restlichen Jahr niedriger, aber je mehr Menschen sich in der Region aufhalten, desto mehr kommen natürlich auch sonstige chirurgische Patienten ins Spital: vom Abszess bis zum Blinddarm. Doch die knöchernen Verletzungen machen den Löwenanteil aus.

«Der Anteil der Patienten, die sich mit einer Verletzung nicht am Spital Zweisimmen behandeln lassen wollen, nimmt immer weiter ab», zeigt sich Trötschler zufrieden mit dem Ruf des Spitals und seines Teams. Und Katja Messerer ergänzt: «Die Patienten fragen natürlich, wie oft wir solche Verletzungen wie bei ihnen denn tatsächlich operieren.» Und da gibt es kaum etwas in der chirurgischen Basis- und Grundversorgung, was die Zweisimmer Chirurgen nicht regelmässig «auf dem Tisch» haben.

Top-Ausstattung mit 3D-Scanner

Um die Qualität der unfallchirurgischen Behandlung noch weiter zu steigern, wurde im Laufe der letzten Wintersaison auch in der Technik zugelegt: Neu beschafft wurde ein Röntgengerät für den Einsatz im OP, mit dem sich dreidimensionale Bilder der Knochen bzw. Knochenfragmente erzeugen lassen, wofür sonst eine Computertomographie (CT) nötig wäre. «Gerade für die Versorgung von komplexen Frakturen verbessert das die Qualität nochmals deutlich», gibt sich Chefarzt Trötschler überzeugt von der Anschaffung.

«Vor der Operation wird die Fraktur mit dem CT natürlich genau untersucht», erklärt Messerer die Unterschiede zu den bisherigen Möglichkeiten. «Als Chirurg muss ich aber auch während der Operation wissen, wie der Stand ist, welches Ergebnis ich erreicht habe und ob noch weitere Anpassungen nötig sind.» Mit dem 3D-Scanner ist genau das nun auf hohem Untersuchungs-Level möglich.

Erstellt am: 30.04.2022

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