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Gedanken zur höchst prekären Situation in den Schweizer Spitälern

Von Elisabeth Aebischer

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Der erschütternde Bericht von Martin Balmer, Leiter Pflege auf der Intensivstation am Kantonsspital Aarau, welcher mit seinem Team an vorderster Front ums Leben der schwer erkrankten Corona-Patienten kämpft, zeigt unbeschönigt auf, wie die Realität für Ärzte und Pflegepersonal aussieht, wenn unser Gesundheitswesen im Begriff ist, zu kollabieren (SRF Arena, 3. Dezember 2021).

Schon seit zwei Jahren wird in den Spitälern bis zur Limite der möglichen Belastbarkeit gearbeitet. Neu hinzu kommt noch der Umstand, dass Ärzten und Pflegenden künftig der Entscheid, wer noch ein Intensivbett bekommt und wer nicht, zugemutet wird. Das Zurückstellen von «nicht lebensbedrohlichen Operationen» bedeutet für einige Patienten monatelanges Leiden, wenn die einzige Abhilfe, die OP nicht ausgeführt werden darf, weil ungeimpfte Corona-Patienten die zur Verfügung stehenden Intensivbetten bereits ausgelastet haben und diese noch während mehreren Wochen benötigen.

Bei ungenügender Impfquote tritt zwangsläufig die Durchseuchung ein. Diese fordert viel unnötiges Leid und nicht bezifferbare Kosten. Ein Coronapatient auf der Intensivstation kostet um die 100000 Franken, seine Rehabilitation nicht eingerechnet, nicht zu reden von den Long-Covidschäden, welche ein Fünftel der Erkrankten betrifft (Okt. 2021: 150000 Personen in der Schweiz).

Die Gefährlichkeit des Virus wird immer noch von vielen heruntergespielt und glauben gemacht, dass ein gesunder Lebensstil und einige Wundermittel vor einer Infektion schützen könnten. Solch dubiosen Theorien wurde zu oft mehr geglaubt als den ausgewiesenen Fachleuten, welche sich tagtäglich mit der Sache beschäftigen. Die Wissenschaftler und die seriösen Ärzte haben uns schon lange die Augen geöffnet. Diese sagen ganz klar, dass genügendes Impfen der einzige Weg ist, die stark ansteigenden Ansteckungen zu verringern und wieder zur Normalität zurückzukehren.

Der Bundesrat handelt verantwortungsvoll und möchte uns so wenig wie möglich einschränken. Trotz der Annahme des Covid-Gesetzes befürchte ich keinen Machtmissbrauch des Bundesrates und sehe unsere Demokratie nicht in Gefahr. Der Bundesrat nimmt die Kantone in die Pflicht zu handeln. Das Virus nutzt die untätigen Phasen der Politik und verbreitet sich indessen munter weiter und mutiert. Da ist die Eigenverantwortung des Einzelnen gefragt. Nehmen wir diese wahr, indem wir uns impfen lassen, Schutzkonzepte einhalten und Kontakte vermeiden. Das sind wir auch denjenigen Mitbürgern schuldig, welche sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Eingefleischte Impfgegner sehen sich in ihrer Freiheit beschnitten und ihrer Verfassungsrechte beraubt. Mit ihrem Widerstand, mit griffigen Schutzmassnahmen gegen die Pandemie anzukämpfen, gehen sie im wahrsten Sinne des Wortes «über Leichen».

In einem egozentrischen Weltbild haben weder das Wohl der Mitbürger, noch ein eigener Beitrag oder Verzicht und schon gar nicht die Spitalversorgung aller Patienten Platz. Mit der grössten Selbstverständlichkeit nimmt die gleiche Gegnerschaft, wenn sie dann schwer covid-erkrankt ist, die Intensivplätze für Wochen in Beschlag.

Wir mussten in den letzten Monaten zu viele Falschmeldungen zur Kenntnis nehmen und es wurden uns fragwürdige Schlagwort-Plakate aufgedrängt, welche dazu verleiteten, sich zu wenig oder nicht an richtiger Stelle zu informieren und vorgefertigte Meinungen ohne intensive eigene Auseinandersetzung zu übernehmen.

Eine andere Art von Widerstand geschieht aus religiöser Überzeugung. Ich denke ebenfalls, dass die endzeitliche biblische Prophetie (Lukas 21,11) auf unsere Zeit zutrifft.

Hingegen kann ich nicht nachvollziehen, dass mit der Covid-Impfung eine Genveränderung, eine Codierung und eine Injektion von künstlicher Intelligenz mit einhergeht. Es handelt sich hier um eine Impfung wie gegen eine andere schwere Viruserkrankung auch.

Die Möglichkeit zu impfen ist ein grosser Segen und erspart unendlich viel unnötiges Leid. Die Impfung ist nicht im Widerspruch mit einer christlichen Lebensführung und darf mit gutem Gewissen gemacht werden. Ohne sich zu schützen und Sorge zu tragen, sollte niemand mit der Verschonung vor Ansteckung rechnen, auch ein Christ nicht. Das wäre sonst Gott versucht.

Das Corona-Virus hat ein neues Zeitalter eingeläutet, man nenne es, wie man wolle. Mit Gottvertrauen wollen wir in die Zukunft blicken, unsere Meinung hinterfragen und das Notwendige zur Entlastung unserer überbeanspruchten Spitäler tun. , Zweisimmen

Erstellt am: 09.12.2021

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