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Reka-Feriendorf Lenk bietet Flüchtlingen aus der Ukraine erste Unterkunft

Das Reka-Feriendorf an der Lenk wird vorübergehend Beherbergungsort für Geflüchtete aus der Ukraine. Diese Kunde hat sich übers Radio auch im Simmental verbreitet. Ein Augenschein der Simmental Zeitung vor Ort hat ergeben, dass am 21. März sechs Personen in den Reka-Lokalitäten einquartiert waren. Reka-Direktor Roger Seifritz erwartet einen «Ansturm von Kriegsflüchtlingen, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr». Darum stellt Reka, nach der Anfrage des Kantons Bern, vorübergehend rund 300 Betten für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung.

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Reka-Feriendorf Lenk bietet Flüchtlingen aus der Ukraine erste Unterkunft

© Schweizer Reisekasse (Reka)

Seit dem 18. März 2022 steht das Reka-Feriendorf Lenk offen für geflüchtete Familien aus der Ukraine.

Die Reka teilte per Pressecommuniqué mit: «In Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern, der zuständigen Stelle Asyl Berner Oberland und der Gemeinde Lenk steht das Reka-Feriendorf ab dem 18. März 2022 offen für geflüchtete Familien aus der Ukraine. Ab dem 1. Mai 2022 bis voraussichtlich Oktober 2022 wird das Feriendorf ausschliesslich für ukrainische Geflüchtete als Kollektivunterkunft zur Verfügung stehen.» Besucher der Reka-Website erfahren: «Das Reka-Feriendorf Lenk wird temporär als Asylzentrum genutzt. Bis auf weiteres sind Ferienbuchungen ausgesetzt.»

Vorgesehen ist, dass das Reka-Dorf für ukrainische Familien eine erste Station sein wird. Roger Seifritz, Direktor der Reka, erläutert dies näher: «Flüchtende kommen hier an, sollen für das Leben in der Schweiz befähigt werden und dann privat unterkommen. Die Behörden rechnen mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von rund vier Wochen pro Familie.»

Reka betont humanitäre Motivation

«Für die Reka ist es selbstverständlich, den Kanton Bern in dieser Situation aktiv, unbürokratisch und gezielt zu unterstützen», teilt die Reka weiter mit und erinnert an die eigene Gründungsgeschichte: «Es gilt zu erinnern, dass Reka vor über 80 Jahren während der Kriegszeit gegründet wurde. Damals wie heute engagiert sich die Non-Profit-Organisation für das Wohl von Familien und Kindern.»

Handelt es sich bei der Zurverfügungstellung der Reka-Anlage an der Lenk um ein humanitäres Engagement oder um geschäftliches Kalkül? Wer übernimmt die Kosten? Seifritz: «Es ist ein humanitäres Angebot, das uns gegenüber dem normalen Betrieb mit zahlenden Gästen bis Ende Jahr etwa eine halbe Million Franken kostet. Die Behörden entschädigen uns aber für den Personaleinsatz sowie mit einem Beitrag pro zur Verfügung gestelltem Bett.»

Das Feriendorf ist aus Sicht der Reka für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge auch besonders geeignet. Da wehrfähige ukrainische Männer wegen des Krieges in ihrer Heimat eingezogen sind und das Land nicht verlassen dürfen, wird vor allem mit Frauen und zahlreichen Kindern gerechnet: «Die betrieblichen und infrastrukturellen Voraussetzungen eignen sich bestens», hält die Reka dazu fest. Ergänzend koordiniert die Gemeinde Lenk in Zusammenarbeit mit Asyl Berner Oberland Hilfsangebote in Freiwilligenarbeit.

Noch kein Ansturm an der Lenk

Bis heute Dienstag sind zwei Wohneinheiten mit insgesamt sechs Personen belegt. Parallel dazu sind in anderen Häusern auch noch Schweizer Gäste einquartiert. 300 Beherbergungsplätze bietet die Anlage maximal an.

Gemäss Auskunft der Gemeindeschreiberei wird die Gemeinde Lenk die Einwohner mit einem Flugblatt informieren.

Erstellt am: 24.03.2022

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