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Die Kalte Sophie zog durch das Simmental

Starke Unwetter im Simmental mit kräftigen Hagelschauern in Zweisimmen

Die Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia brachten in diesem Jahr keine Frostgefahr für Obstblüten und andere Pflanzen – zu mild waren die Temperaturen zwischen Mittwoch und Sonntag, 11.–15 Mai. Doch ganz unbeschadet wollte uns zumindest die «Kalte Sophie» nicht in den Sommer kommen lassen und so zog am frühen Abend des 15. Mai ein kräftiges Gewitter vom Saanenland kommend durch das Simmental.

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Unwetter im Simmental

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Die Brücke Niederdorf wird vom Hochwasser überschwemmt.

Die Brücke Niederdorf am am Tag nach dem Unwetter.

Über zwei Zentimeter waren die Hagelkörner in Zweisimmen.

Ein grünes Blättermeer am Boden: Der Hagel hat die Bäume in der Zweisimmer Bahnhofstrasse von allerlei Laub befreit.

Bei der Kanontspolizei Bern gingen am Sonntagabend zehn Meldungen wegen Unwetter im Berner Oberland ein. Betroffen waren hauptsächlich die Region Obersimmental sowie das rechte Thunerseeufer.

Die Meldungen betrafen einen Blitzeinschlag in Zweisimmen, Wasser in einem Gebäude in Lenk, diverse Bäume, die die Strassen im Raum Thunersee blockierten sowie die überlaufende Simme in den Gemeinden Lenk, St. Stephan und Zweisimmen.

In Zweisimmen vermischte sich der Regen mit länger anhaltendem, starkem Hagel. Während im Obersimmental die heftigen Unwetter tobten, blieb es in Boltigen weitgehend trocken und warm.

Sehr starke Regenfälle an der Lenk

Die Feuerwehr Lenk war als erste im Einsatz. Im Gebiet Iffigen und Wallbach stieg das Wasser sehr rasch an. Das führte dazu, dass ausserhalb vom Dorf Richtung Sagistrasse sehr viel Wasser in der Simme zusammenkam und diese im Gebiet Schadauli und Niederdorf über die Ufer trat. Die Schäden an Gebäuden waren nicht gross, die Feuerwehr musste lediglich einige wenige Keller auspumpen.

In der Industriezone überschwemmte die Simme das Gebiet. Die Wassermassen stiegen am Sonntagabend sehr rasch, was dazu führte, dass die Geschiebesammler Wallbach und Schadauli innerhalb von nur drei Stunden gefüllt waren.

In der Folge rückte auch die Feuerwehr St. Stephan aus und kontrollierte die Brückenübergänge der Simme. Sie stellte fest, dass auch hier die Simme über die Ufer trat, musste jedoch nicht eingreifen.

Blitze mit Hagel in Zweisimmen

In Zweisimmen begann das Gewitter um ca. 18.30 Uhr mit starkem Hagelschlag. Dieser dauerte über eine halbe Stunde an. Die Hagelkörner hatten einen Durchmesser von über zwei Zentimetern.

Kurz vor 20 Uhr schlug im Fang am Rinderberg ein Blitz in zwei Tannen ein. Die Feuerwehr rückte mit dem Tanklöschfahrzeug aus und konnten diese rasch löschen. Unterstützt wurden sie durch den wieder stärker werdenden Regen.

Erstellt am: 17.05.2022

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