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Geplante 5G-Antenne in Därstetten

Von Romy Gaus

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Die Swisscom Wireless AG plant, eine neue 5G-Antenne in der Landwirtschaftszone in Därstetten zu errichten. Als Begründung für ihr Vorhaben legt sie dar, dass es auch der Erschliessung der Landwirtschaftsbetriebe auf der Sonnenseite zwischen Därstetten und Erlenbach dient. Das erscheint doch eher fragwürdig, da ich noch keine Landwirte in der Region kenne, welche zum Bewirtschaften ihres Grundstücks auf eine schnelle, mobile Datenverbindung angewiesen sind. Dies muss von der Swisscom aber so ausgelegt werden, da es im Gesetz heisst, dass der Standort einer solchen Anlage die gleiche Wirtschaftsform bedienen muss.

Der Gemeinderat von Därstetten hat das Baugesuch der Swisscom ohne jegliche Bedingungen bewilligt. Dass ungefähr 80–90 Prozent der Bürger gegen den Bau einer solchen Antenne sind, scheint dieses Gremium nicht zu kümmern.

Eigenartig ist doch, dass unser Gemeindepräsident so grosse Angst vor dem Wolf zu haben scheint, der die mit Herzblut aufgezogenen Kälber gefährden könnte. Vor den Strahlenbelastungen, welche man weder sieht, noch direkt spürt, geschweige denn messen kann, scheint er keine Angst zu haben. Dass ganze Herden bestrahlt werden, auch solche von Gemeinderäten, scheint ihn auch nicht zu stören, oder ist es nur, dass es nicht seine eigenen sind?

Der nachbarliche Wald ist auch seit Jahrhunderten Schutz und Zuhause von vielen einheimischen Tieren. Die Vogelwarte Sempach schickt jedes Jahr Spezialisten, um den Vogelbestand in der Umgebung aufzunehmen.

Aber leider macht Geldgier blind. Wie viel schneller muss alles noch werden, bevor der Mensch endgültig darüber stolpert? Dass die Anbieter Euch allen wieder neue Geräte verkaufen wollen, weil die alten nicht mehr funktionieren, ist Euch hoffentlich klar.

Das Simmental wurde vor Jahren davor bewahrt, eine Autobahn zu bekommen, damit man nicht von den Abgasen krank wird und das Landschaftsbild und viele schützenswerte Weiden, Wälder und die Simme zerstört werden.

Jetzt werden überall solche hässlichen, krankmachenden Masten aufgestellt. Wohin soll das eigentlich noch führen?

Ein Glasfaserkabel wurde vor einigen Jahren bis zur Gemeindeverwaltung gezogen, der weitere Ausbau des Netzes wurde aber nicht mehr vorangetrieben. Da kann man sich fragen, ob dies nicht irgendwie Berechnung ist, damit man den Konsumenten mit einer schlechten Internet-Verbindung weismachen kann, sie hätten dann mit 5G eine perfekte Übertragung, z.B. für Swisscom-TV usw.

Das «nach mir die Sintflut»-Prinzip scheint immer stärker zu werden. Wir nehmen doch an, Ihr habt alle keine Nachkommen, für die es sich lohnt, um ein schönes, gesundes Tal zu kämpfen. Wir wären aber dieser Meinung! und
Peter Schweingruber, Därstetten

Erstellt am: 22.07.2021

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