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Abschluss der AlpKultur® Tage an der Lenk

12. Hornusserturnier endete mit geselligem Fest

Am letzten Wochenende der AlpKultur® Tage fand schon zum 12. Mal das beliebte Tourismus-Hornussen statt. Zwölf Hornusser-Mannschaften mit rund 240 aktiven Hornussern aus der ganzen Schweiz nahmen daran teil. Im Anschluss unterstützten fünf Dorfvereine den Hornusser-Umzug und belebten so das Dorf mit zahlreichen Zuschauern.

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12. Hornusserturnier endete mit geselligem Fest

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© Walter Zeller & LST

Der beste Einzelschläger Michael Spichiger schlägt an.

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Der beste Einzelschläger Michael Spichiger beim Rüsten.

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Grosse Diskussion bevor die Mannschaft ins Ries zieht.

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Gemütlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil beim Hornussen.

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Die Fahnenträger der einzelnen Hornusservereine.

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Die Organisatoren Utzigen B im Umzug

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Die Siegermannschaft Trimstein beim Umzug durch das Dorf.

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Die Lengger Spil Lüt, einer von fünf Dorfvereinen beim Umzug durch das Dorfzentrum.

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E schwizer in urchiger Tracht

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Der beste Einzelschläger Spichiger Michael

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Die besten Einzelschläger in Siegerpose mit ihren Ehrendamen: Bruno Kocher, 3. Rang, Busswil BE, Sieger Michael Spichiger, Manuel Weber, 3. Rang, beide von Recherswil-Kriegstetten, und der beste Nachwuchshornusser Loris Lancione, Trimstein.

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Die besten Einzelschläger: auf dem 2. Rang Manuel Weber, Sieger Michael Spichiger, beide von Recherswil-Kriegstetten, Bruno Kocher, 3. Rang, Busswil BE und der beste Nachwuchshornusser Loris Lancione, Trimstein.

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Volles Haus im Festzelt beim Hornusserfest 2018 an der Lenk.

Zwölf Hornusser-Mannschaften hatten sich entschlossen, am letzten Samstag, 20. Oktober 2018, am offiziellen Hornusser-Turnier an der Lenk mitzumachen und wurden mit strahlendem Herbstwetter belohnt. Wie in den vergangenen Jahren hatte Utzigen B in Zusammenarbeit mit Lenk-Simmental Tourismus die Organisation übernommen. Bereits am Donnerstag waren die freiwilligen Helfer aus Utzigen an der Lenk eingetroffen und steckten mit dem Grundeigentümer in der Ey die Zäune und Ries ab und bereiteten die Standorte für die Böcke vor.

Viele Hornusser waren bereits am Freitag angereist und konnten sich so am schönsten Talabschluss der Alpen moralisch auf das Turnier vorbereiten.

Beim Hornusser-Turnier massen sich zwölf Mannschaften
Früh am Samstagmorgen standen die Helfer und die Schiedsrichter mit den Organisatoren auf Platz und empfingen die langsam eintreffenden Hornusser-Vereine mit ihren Fahrzeugen. Familie Tritten stellte ihren Kaffee-Stand auf und sorgte für den wohlverdienten Morgenkaffee auf dem Feld. Die Vereine packten die Böcke aus, richteten die Schlagplätze ein und es kam langsam echte Hornusser-Stimmung auf.

Kurz nach dem Mittag standen die Hornusser bereit: Im Ries 1 Trimstein gegen Büren zum Hof, im Ries 2 Unterfrittenbach-Emmenmatt gegen Huttwil, im Ries 3 Busswil bei Heimiswil gegen Busswil BE, im Ries 4 Belp-Toffen gegen Oeschenbach-Kleindietwil, im Ries 5 Münsingen gegen Recherswil-Kriegstetten Oberdiessbach und im Ries 6 Utzigen B gegen Oberdiessbach.

Ries 7 wurde für die Gäste vorbereitet. Im Workshop «Hornussen für jedermann» konnten mit Tipps und Tricks der Hornusser aus Utzigen erste Erfahrungen im Hornussen gemacht werden. Und auch bei internationalen Medien – eine indonesische Journalistin und ein Kameramann machten einen Bericht vor Ort – interessierten sich für das Hornussen.

Das Einzelschläger-Feld wurde schon bald vom starken Schläger Michael Spychiger aus Recherswil-Kriegstetten dominiert. Seine angesetzten 90 Punkte wurden nicht mehr überboten. Bei den Mannschaften ging es etwas harziger zu und her, erst gegen Schluss trennten sich die ohne Nullen und reihten sich in die ersten Ränge. Als die Mannschaften langsam die Plätze räumten, war noch nicht alles transparent, was die Rangliste anging. Ein alter Hornusser meinte, dass ein bisschen Spannung bis zur Rangverkündigung auch gut sei.

Traditioneller Hornusser-Umzug durch das Dorfzentrum
Ein Umzug gehört zum traditionellen Teil. An der Lenk war man sich dies bewusst und startete um vier Uhr beim TEC den ordentlichen Umzug. An der Spitze zeigte sich der Treichlerklub Strubelgruss und gab im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an. Ordentlich, aber fröhlich folgten die Hornusser, die Lengger Spil Lüt, der Reit- und Fahrverein Lenk mit Kindern und VIPs, die Berner Sennenhunde in Begleitung von Jung und Alt in der Tracht und der Motoklub Lenk. Die Musikgesellschaft Lenk machte musizierend das Schlusslicht. Eine farbenfrohe Gesellschaft, die ein wenig an das Fähnlein der sieben Aufrechten erinnerte.

Viele Besucher säumten die Strasse. Der Einmarsch der Fahnen auf den Marktplatz war imposant, eine Würdigung der Vereine, die sich so stolz präsentieren konnten.

Auch der Tradition gehorchend, wurden die rund 240 Hornusser mit ihren Familien (insgesamt über 1000 Personen) im Festzelt verpflegt. Die Teilnehmer rühmten den tadellosen Service, das gute Essen und den Hüttenzauber.

Trimstein ging als Sieger hervor
Die Rangverkündigung wurde auch dieses Jahr zum Ritual. Wer Leistung zeigt, darf sich auch präsentieren. Vergessen wird oft, dass sich hinter dem Hornussen harter und ausdauernder Sport verbirgt. Auch Spitzenhornusser sind Spitzensportler.

In der Mannschaftswertung ging Trimstein mit null Nullen und 1170 Punkten allen voran. Auf dem zweiten Rang konnte sich Oberdiessbach mit null Nullen und 1055 Punkten qualifizieren. Den dritten Platz belegte Unterfrittenbach Emmenmatt mit null Nullen und 959 Punkten.

Der beste Einzelschläger wurde Michael Spichiger, Recherswil-Kriegstetten, mit 90 Punkten, gefolgt von Manuel Weber, ebenfalls Recherswil-Kriegstetten, mit 86 Punkten. Im dritten Rang klassierte sich Bruno Kocher, Busswil BE, mit 83 Punkten. Bester Nachwuchs-Hornusser wurde Loris Lancione, Trimstein, mit 76 Punkten.

Hornusserfest mit Tanz bis weit in die Nacht
Im Anschluss an die Rangverkündigung liessen sich die Hornusser mit ihren Familien vom gut organisierten Service verwöhnen und tanzten zur Kapelle VollgasKompanie aus der Steiermark bis in den frühen Morgen.

Auch wenn das Hornussen im Berner Oberland nicht mehr so zum Alltag gehört, kann man den Büchern entnehmen, dass es früher (so Ende des 19. Jahrhunderts) durchaus eine bekannte Sportart war.

Sicher ist, dass sich die Hornusser an der Lenk wohlfühlen und die Lenk freut sich auf das nächste Tourismus-Hornussen im 2019.

Erstellt am: 25.10.2018

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