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Neujahrsball des Skiclubs St. Stephan

Fulminanter Start ins neue Jahr

Am 1. Januar 2019 fand in der Mehrzweckhalle Moos der traditionelle Neujahrsball des Skiclubs St. Stephan statt. Das fröhlich-gemütliche Beisammensein, begleitet von gutem Essen, stand im Zentrum. Die Anwesenden wurden mit einem komödiantischen Theaterstück, lüpfiger Musik und magischer Zauber-Comedy unterhalten. Der Einstieg ins neue Jahr ist dank der guten Organisation und dem tollen Programm rundum gelungen.

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Neujahrsball des Skiclubs St. Stephan

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Seit mehr als zwanzig Jahren lädt der Skiclub St. Stephan am Neujahrstag zum traditionellen Ball – so auch im 2019. Das Organisationskomitee mit Benjamin Rieder, Mathias Eggen, Ramon Rinaldi und Ramon Kunz sowie die 48 Helferinnen und Helfer (unter ihnen auch Junioren-WM-Bronzemedaillen-Träger Lars Rösti) sorgten für einen reibungslosen Ablauf und einen unvergesslichen Abend. Bei lokalen Fleischspezialitäten und passenden Getränken konnten sich die rund 300 Gäste ab 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Moos auf den Abend einstimmen und es sich gemütlich machen.

Ein jeder und jede traf Freunde und Bekannte, mit dem klassischen «Sälü zeme» wurde links und rechts gegrüsst. Langsam füllten sich die Plätze, das Küchenteam und der freundliche Service gaben ihr Bestes, bis schliesslich Ramon «Remy» Kunz vor vollen Rängen zur Begrüssungsrede ansetzte. Den Neujahrswünschen folgte die Verdankung der Leistungen sämtlicher Mitwirkender. Danach schob sich endlich und mit Spannung erwartet der Vorhang zur Seite und der Blick auf die Bühne wurde frei. Das Theaterstück «D’Metzgete» war passend gewählt. Es fügte sich ideal in das abendliche Programm ein und sorgte für gute Unterhaltung.

Kobi: «Das ist kein Trinkgeld! Das sind die Kosten fürs Bier, das ich selbst gezapft habe…»

Der Regisseur und die Darstellenden verstanden es gekonnt, ihre Einsätze mit lokalen Begebenheiten zu «würzen» und so lachten die Zuschauenden über den einen oder anderen neckischen Seitenhieb von «Möslern» zu «Mattnern» oder umgekehrt. Auch das Stück selbst war aus dem Leben gegriffen und dem Alltag im oberen Simmental teilweise gar nicht so weit entfernt. Die erste Lesung fand im Oktober statt und die «Crew» probte bis zum grossen Tag zweimal wöchentlich.

Doch nun zum Inhalt: Im Grunde würde das Restaurant der talentierten Köchin und Eigentümerin Heidi (Steffi Perren) und ihrer Tochter Betty (Nicole Perren) ganz gut laufen. Schliesslich bedient sich die clevere Chefin ihrer herausragenden Familienrezepte. Wären da nur nicht der unverschämte Stammgast Kobi (Moritz Moor, mit einmaliger Frisur) und seine zwei Stammtischkumpels, der neugierige Dorfpöstler Fippel Zwack (Yves Perren, mit gut sitzender Kleidung) und der geldgierige Metzgermeister Franz Möckli (Benjamin Moor, mit leichtem «Ranzen»). Hinzu kommt, dass Kobi und Fippel ihre Nase gerne in fremder Leute Post stecken und sich genüsslich über alles Mögliche auslassen. Als jedoch anlässlich der «Metzgete» im Restaurant ein Stammgast nach dem anderen spurlos verschwindet, wird es dem Sprücheklopfer Kobi in seinem Lieblingslokal Angst und Bang. Hat die mysteriöse neue Kundin aus Frankreich (Michaela Kuhnen, mit sympathischem Akzent) etwas mit dem Verschwinden der Gäste zu tun, oder sind Heidi und Betty doch nicht die liebenswürdigen Beizerinnen, für die sie sich ausgeben? Und was hat der berühmte französische Restaurant-Führer in Buchform mit dem Ganzen zu tun? Das eine oder andere unheimliche Rätsel wird während des Stücks der Fantasie der Zuschauenden überlassen und am Ende aufgelöst.

Neugierige Pösteler, geheimnisvolle Gäste, nächtliche Zwischenfälle und himmlisches Essen: Die Zutaten für einen unterhaltsamen Theaterabend wurden flott gemischt und heiss serviert. Ein Hoch auf die Darstellerinnen und Darsteller – oder wie Fippel und Kobi treffend meinten: «Na zdorov’ye»! Für das Tüpfelchen auf dem «i» und eine reibungslose Darbietung sorgten hinter und unter den Kulissen Monika Müller (Maske), Michael «Gully» Gerber (Souffleur) und Mathias Eggen (Regie). Am Ende war der Theatergruppe ein langer Applaus beschieden und noch als der Vorhang fiel, tupften sich einige im Publikum eine Lach-Träne vom Gesicht.

Auf das Theater folgten Musik und Zauberei

Im Anschluss überreichte der Präsident des Skiclubs, Hörbi Rösti, den Mitwirkenden als Dank je einen Geschenkkorb und lobte ihre Leistung. Seine Schlussworte ergänzte er um Neujahrswünsche für das Publikum und ein herzliches «Merci» an alle Helferinnen und Helfer, welche den gelungenen Abend erst ermöglichten. Die Kulisse war bereits geräumt, als auf der Bühne das Schwyzerörgeliquartett «Poz-Blitz» aus Meiringen zum Tanz bat – vier «gmögegi Jungs», die nicht zum ersten Mal zu diesem Anlass aufspielten. Die Gelegenheit liessen sich viele Anwesende nicht entgehen und so bewegten sich bald einige Paare im Fox zur lüpfigen Musik. Und wem das noch nicht genug war, den erwartete Ricky Siebers Magic Comedy Show. Der wortgewandte Solothurner verzauberte die Anwesenden mit seinen Tricks und sorgte für viele Lacher. Die Show bot solide Unterhaltung und es ergab sich für die eine oder den anderen aus dem Publikum gar die Gelegenheit, als Ad-hoc-Assistierende mitzuwirken. Nach zwei Zugaben verabschiedete sich Ricky und die flotten Meiringer unterhielten die Anwesenden bis zu später Stunde. Und wer nun glaubt, der Abend sei nur etwas für Einheimische gewesen, liegt falsch: Im Publikum sassen Gäste aus dem fernen Brandenburg (D) und freuten sich ob dem gelungenen Anlass ebenfalls.

Erstellt am: 10.01.2019

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