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Vernissage mit Werken von Gerda Brändler und Engelhard Schmitt im Restaurant Galerie Hüsy

Geschichten auf 16,5 Millimeter Durchmesser

Unter dem Titel «Klein, kleiner, am kleinsten» fand am Sonntag, 18. September im Restaurant Galerie Hüsy in Blankenburg die Vernissage zur Ausstellung von Gerda Brändler und Engelhard Schmitt statt. Die beiden deutschen Künstler präsentierten Werke, die zumeist etwas «kleiner» daherkommen, aber deshalb nicht weniger anspruchsvoll und ansprechend sind. Schmitt mit Scherenschnitten und Brändler mit modellierten Welten im Massstab 1:12. Und wer genau hinsah, konnte auch im Kleinen noch viele Details entdecken.

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Klein, kleiner, am kleinsten: Scherenschnitte

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© Armin Berger

Nicht nur klassische Motive: Engelhard Schmitts «Begegnung» spielt mit den Streifen.

© Armin Berger

Die Künstler Gerda Brändler und Engelhard Schmitt mit Hans-Jürgen Glatz (Mitte).

© Armin Berger

Gartenstimmung: Mit Akribie setzt Gerda Brändler auch kleinste Details in ihren Miniaturen um.

© Armin Berger

Detail aus Gerda Brändlers Zuckerhäuschen.

© Armin Berger

Gerda Brändlers Bäckerei.

© Armin Berger

Engelhard Schmitt griff auch während der Vernissage zur Schere und arbeitete an einem 1-Cent-Baum.

© Armin Berger

Detail aus Gerda Brändlers Paläontologischem Museum.

© Armin Berger

Einer von Engelhard Schmitts 1-Cent-Bäumen.

© Armin Berger

«Kinderreiches Haus» von Engelhard Schmitt.

Mit Engelhard Schmitt hat Hüsy-Betreiber und Scherenschnitt-Künstler Hans-Jürgen Glatz erneut den wohl «kleinsten» Scherenschnittkünstler der Welt eingeladen. Was allerdings weder für Schmitts eigene Grösse, noch für den Gehalt seiner Werke gilt. Doch Schmitt hat eigene Vorstellungen von Dimensionen – gilt die Scherenschnittkunst allgemein schon als filigran, so miniaturisiert Schmitt diese Handwerkskunst noch weiter. Sein «Markenzeichen»? Scherenschnitte von Baummotiven, die gerade mal auf einer 1-Euro-Cent-Münze Platz finden. 16,5 Millimeter Durchmesser, etwas kleiner noch als eine 5-Rappen-Münze.

«Das kann ich auch vor Publikum», erläutert Schmitt mit zwei Brillen auf der Nase und einer Schere in der Hand im Hüsy. Die kleinen Kunstwerke erfordern zwar Geduld und Präzision, sind aber für Schmitt auch ein Stück weit Routine. Wer die anderen ausgestellten Werke von Schmitt betrachtet, sieht aber auch die andere Seite des langjährigen Papierschneiders: Etliche Dutzend kleine Schnitte, die meisten kaum grösser als eine Spielkarte, zeigen nicht nur traditionelle Motive, in die Schmitt mit Fingerfertigkeit und Fantasie noch viele Details einbaut, sondern erzählen ganze Geschichten.

Modellwelten mit Liebe zum Detail

Ganz dem dreidimensionalen Gestalten hat sich hingegen Gerda Brändler verschrieben. So entwickelt sie im Massstab 1:12 Miniaturwelten, wobei sie nicht nur grossen Wert auf die originalgetreue Form legt, sondern durch eine Vielzahl von Materialien und Farben auch Oberflächen und Farbwirkungen präzise modelliert.

Über dreissig Jahre arbeitete Brändler mit Ton und Porzellan, doch erweiterte sie ihre Materialkenntnisse laufend – und sammelt alles, was sie für eine neue Modellwelt noch verwenden könnte.

Ihre Arbeiten an Gartenmodellen bieten dem Betrachter reichlich Gelegenheit zum Staunen: aus einer Vielzahl an winzigen Teilen zusammengesetzte Blumen, werden zu blühenden Gärten arrangiert.

Doch können auch Brändlers Werke eine beachtliche Grösse erreichen, was sie mit dem «Paläontologischen Museum» zeigt. Der zweistöckige Aufbau ist bestückt mit dutzenden echten Exponaten und wer mag – und gute Augen hat – kann sich anhand der passend ausgeführten Beschriftung der Exponate auch den Besuch eines «richtigen» Museums weitgehend sparen. Von den Exponaten ist lediglich das Skelett des Tyrannosaurus Rex und einiger anderer Saurier nachgebildet – die waren als (kleine) Originale halt auch für die sammelbegeisterte Brändler nicht zu bekommen.

Die Ausstellung «Klein, kleiner, am kleinsten» ist noch bis zum 20. November im Blankenburger Hüsy zu sehen (Öffnungszeiten in der Rubrik «Veranstaltungen»).

Erstellt am: 24.09.2022

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