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Winterliches Skifest an den Weltcuprennen in Adelboden

Vergangenes Wochenende fanden in Adelboden zwei Weltcup-Rennen im Riesenslalom und Slalom statt. Während der abtretende Rennleiter Hans Pieren, trotz zuvor absolvierter Booster-Impfung positiv auf Corona getestet, «seinen» letzten Rennen in der Isolation von daheim aus lediglich in Blickkontakt zur Rennstrecke beiwohnen konnte, fuhr Marco Odermatt am Samstag auf dem äusserst anspruchsvollen Hang am Chuenisbärgli vor gut 12000 frenetischen Zuschauern einen spektakulären Sieg heraus.

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Weltcup Adelboden

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© Manuel Lopez

Marco Odermatt (Mitte) sorgt für Furore am Chuenisbärgli. Der Nidwaldner gewinnt das Heimrennen.

Das Slalom-Podest am Chuenisbärgli vom Sonntag liess die begehrten Kuhglocken kräftig erklingen: Ein überglücklicher Johannes Strolz siegte 0,17 Sekunden vor Landsmann Manuel Feller und 0,29 Sekunden vor dem Deutschen Linus Strasser.

Der Schönrieder Noel von Grünigen im letzten Jahr bei bedeutend besseren Verhältnissen, dafür ohne unterstützende Heimfans am Chuenisbärgli unterwegs.

© Manuel Lopez

Das Slalom-Podest am Chuenisbärgli vom Sonntag liess die begehrten Kuhglocken kräftig erklingen: Ein überglücklicher Johannes Strolz siegte 0,17 Sekunden vor Landsmann Manuel Feller und 0,29 Sekunden vor dem Deutschen Linus Strasser.

Eine top präparierte Skipiste, ein anspruchsvoller Kurs und die Schweizer Skicracks in Bestform: Der Riesenslalom am Chuenisbärgli war auch 2022 nicht an Spektakel zu überbieten. Insgesamt bejubelten 12300 Skifans am Samstag vor Ort den Sieg des Nidwaldners Marco Odermatt.

«A wie Adelboden: Ein SaisonHöhepunkt als Riesenslalomfahrer»

So steht es im persönlichen ABC auf der Homepage des Ausnahmekönners vom Skiclub Hergiswil. Jeder Skirennfahrer träumt davon, den extrem schwierigen Hang am Chuenisbärgli zu bezwingen und bei schwierigsten Bedingungen den Wettkampf zu gewinnen – und genau dies gelang heuer Marco Odermatt auf beeindruckende Art und Weise: «Ich habe noch nie so gefühlt wie gestern: Angst, Druck, Glück und Stolz!» – verbunden mit einem Riesendank an die Teams des Weltcups Adelboden und Swiss-Ski sowie an seinen Fanclub, die alle den Samstag zum speziellsten Tag seiner bisherigen Karriere werden liessen, wie Odermatt auf seiner Facebook-Seite kundtat.

Der Kampf des Noel von Grünigen im Schneetreiben

Um überhaupt fix ins Adelbodner Swiss-Ski-Aufgebot aufgenommen zu werden, musste Noel am Freitag und Samstag noch zwei Europacup-Rennen im deutschen Berchtesgaden absolvieren. Zuvor war aber noch eine siebenstündige Anfahrt im Ferien-Rückreiseverkehr zu bewältigen.

Das Heimrennen am Chuenisbärgli verlieh dem 27-jährigen Schönrieder Flügel – allerdings etwas zu kurze! Auch wenn er sich vom Publikum feiern liess, musste er als 39. des ersten Laufes den äusserst anspruchsvollen Verhältnissen im heftigen Schneetreiben Tribut zollen: Mit 2,09 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten des ersten Laufes, verpasste er den zweiten Lauf um wenige Zehntelssekunden und musste am Pistenrand mit seinen sieben im Rennen verbliebenen Teamkameraden mitfiebern.

Das Positive mitnehmen

Den ersten Lauf hatte Noel von Grünigen wie folgt erlebt: «Eigentlich war ich mit meinem Lauf zufrieden und es ist mir gut ergangen. Ich konnte angreifen und den Ski gut laufen lassen, gerade im Steilhang. Vor der Fläche erwischte ich es in dem eng gesteckten Lauf nicht ganz optimal. Dies reichte wohl schon dazu, hinter den schnellsten Dreissig zu landen. Aber grundsätzlich war es ein guter Lauf für mich, in dem man sich einfach nichts erlauben durfte», blickt der Schönrieder kritisch auf seine Fahrt zurück. Zuerst musste der 27-Jährige schon etwas mit der Enttäuschung kämpfen, dass er das avisierte Ziel des 2. Laufes knapp verfehlt hatte.

Marco Odermatt krönte mit seinem Sieg die Adelbodner Skitage.

Erstellt am: 13.01.2022

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