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Schule Boltigen gegen Neophyten

Einen Wald von Staudenknöterich in Garstatt beseitigt

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist ein Musterbeispiel dafür, was passieren kann, wenn der Mensch in besten Absichten Pflanzen – oder manchmal auch Tiere – in eine Umgebung bringt, in der das bestehende Ökosystem nicht auf den Neuankömmling vorbereitet ist: Ohne natürliche Regulierung schiessen solche «fremden» Pflanzen hier aus dem Boden, verhindern jedes Wachstum heimischer Pflanzen und sind nicht mehr zu bändigen. Ausser vielleicht in Garstatt, wo die 5./6. Klasse der Schule Boltigen mit Lehrer Zacharias Borer am Freitag, 24. September, einer kleinen, aber vollständig mit dem Japanischen Staudenknöterich bewachsenen Fläche den Garaus gemacht hat.

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Neophyten in Garstatt

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© Armin Berger

Das Werk ist vollbracht: Die Fläche am Ruersgraben ist vom wuchernden Japanischen Staudenknöterich befreit und die Abschnitte sind gebündelt für den Abtransport vorbereitet.

© Armin Berger

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Mit vereinten Kräften gegen die unerwünschten Pflanzen.

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Gute Koordination ist wichtig.

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Mit viel Engagement waren die Schüler der Schule Boltigen bei der Neophyten-Bekämpfung dabei.

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Alle Hände voll zu tun: Die Schüler packten kräftig mit an.

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Der Japanische Staudenknöterich ist mit seinen hohlen Stengeln ein wenig eine Mogelpackung. Aber eine, die sich schnell ausbreiten kann.

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Zacharias Borer und Catrin Linke behielten alles gut im Blick.

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Mit Astscheren wurden die Stengel des Japanischen Staudenknöterichs abgeschnitten.

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Verdiente Pause bei den Schülern der 5./6. Klasse Boltigen.

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Zacharias Borer hatte alle Hände voll zu tun, um die Knöterich-Abschnitte zu bündeln.

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Besonders an Bachläufen fühlt sich der Japanische Staudenknöterich wohl: Mit seinen genügsamen Bodenansprüchen erreicht er mit genügend Feuchtigkeit im Sommer schnell Höhen von drei bis vier Metern bei einem Wachstum von bis 20 cm pro Tag. Bei diesem Tempo nimmt der Knöterich in der Höhe schnell das gesamte Sonnenlicht auf und der Boden bleibt pechschwarz. «Unkrautfrei» könnte man sagen. Oder auch einfach tot, denn wo sich der Staudenknöterich ausbreitet, da wächst nicht mal mehr ein vereinzelter Grashalm aus der Erde. Pflanzen und Tiere des bestehenden Ökosystems müssen kapitulieren.

Staudenknöterich am Garstätter Ruersgraben

So auch in Garstatt, wo sich der Japanische Staudenknöterich am Ruersgraben ausgebreitet hat. Wie er dort hinkam, ist nicht ganz klar, doch erfahrungsgemäss spielt die Ausbreitung durch Versamung kaum eine Rolle. «Vermutlich hat jemand hier am Bachlauf einmal unerlaubt seine Grünabfälle entsorgt – und dabei auch den Knöterich mitgebracht», vermutet Baumpflegerin Catrin Linke, die in der Vergangenheit regelmässig über das Thema «Neophyten», also eingeschleppte, unerwünschte Pflanzen, informiert hat und sich für die Bekämpfung einsetzt. Ursprünglich wurde diese Knöterich-Art im Übrigen mitgebracht, um als Futterpflanze zu dienen – was sich als Flop erwies, da weder Wild- noch Nutztiere das Gewächs annahmen. Einmal in Europa angekommen, liess es sich aber kaum noch stoppen.

Zusammen mit der Schule Boltigen, den Lehrern Zacharias Borer und Ursula Gerber sowie Unterstützung von Heinz Burri mit Werkzeug, konnte Catrin Linke nun jedoch eine Fläche von diesem ungebetenen Pflanzengast befreien. Ausgerüstet mit Astscheren, Beuteln und Bindfäden zum Bündeln machten sich die Schüler der 5./6. Klasse der Schule Boltigen am Vormittag daran, die wuchernden, mehr als mannshohen Knöterich-Pflanzen zu beseitigen.

Erstellt am: 01.10.2021

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