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Steuerwagen der MOB mit Kränen geborgen

Am 3. Januar entgleiste zwischen Lenk und Matten ein Steuerwagen der MOB. Verursacher war eine Windböe des Wintersturms Burglind. 34 Tage später wurde der Steuerwagen in einer aufwendigen Aktion wieder zurück auf die Gleise befördert und mit einer Diesellok abtransportiert.

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Bergung des aus den Schienen gehobenen MOB-Steuerwagens

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Die beiden Raupenkrane bewegten sich in den frühen Morgenstunden auf dem gefrorenen Boden zum verunglückten Steuerwagen.

Mit Seilzügen zog das gelbe Spezialfahrzeug (links unter dem Baggerarm) den Steuerwagen aus seiner Seitenlage behutsam auf.

Die beiden gigantischen Raupenkrane hoben den 20 Tonnen schweren Steuerwagen mit Leichtigkeit auf und setzten ihn in Millimeter-Arbeit wieder auf die Gleise.

MOB-Lokführer Remo Poschung verfolgte mit Sohn Morris die Bergungsarbeiten mit grossem Interesse.

Nach 34 Tagen Seitenlage wurde der Steuerwagen des «Bärenzuges» nach seiner Bergung mit der Diesellok abtransportiert.

Rund 30 Mann von verschiedenen Unternehmungen und der MOB sowie zahlreiche Zaungäste wurden am Dienstag, 6. Februar 2018, Zeugen, wie der umgekippte MOB-Steuerwagen des «Bärenzuges» auf freier Strecke zwischen den Haltestellen Boden und Matten in einer beeindruckenden Aktion geborgen wurde.

Nach umfassenden Vorbereitungsarbeiten durch das Team der MOB wurde bis am Dienstag in der Früh die Unfallstelle soweit vorbereitet und gesichert, dass die Bergungsarbeiten innerhalb von gut drei Stunden vollzogen werden konnten. So wurden beispielsweise auch die Fahrleitungen zur Seite gestossen und geerdet. Damit die Bergung ungestört vonstattengehen konnte, wurde als Bahnersatz für die Reisenden ein Busbetrieb eingerichtet.

Mit einem Raupenbagger der einheimischen Firma Banholzer wurde von der Schadaulistrasse her entlang der Gleise mit rund 90 Kubikmeter Koffer und mit Pressen eine fahrbare Unterlage erstellt. Damit der Boden eine feste Unterlage für die schweren Fahrzeuge bilden konnte, musste auf die nötige Kälte, wie sie in den letzten Tagen vorherrschte, gewartet werden. Nur so war es möglich, dass die Spezialmaschinen überhaupt auf die Unfallstelle vorrücken konnten.

Eindrückliche Bergung
Am 6. Februar war es dann endlich soweit und die Bergung konnte in den frühen Morgenstunden beginnen. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Spezialisten war beeindruckend und wurde vom Einsatzleiter Bruno Calvo vom MOB-Depot koordiniert und geleitet.

Zuerst wurde der Steuerwagen von einem Spezialfahrzeug, das auf der anderen Seite der Gleise auf einer speziell angefertigten Plattenfläche stand, mit Seilzügen aufgestellt. Mit Pneus und riesigen Luftmatratzen wurde der Wagen dabei gesichert. Ganz ruhig und beschaulich ging dies vonstatten. Punkt 9.09 Uhr war der Steuerwagen wieder aufgestellt.

Nun kamen die beiden Raupenkräne zum Einsatz. Zu beiden Seiten des Steuerwagens auf extra gefertigten Koffer-Podesten aufgestellt, hoben sie diesen in gemeinsamer Aktion hoch und stellten ihn in Millimeter-Arbeit wieder auf die Gleise. Davor schauten die MOB-Spezialisten das Fahrwerk von unten an, um sicherzugehen, dass der Steuerwagen auf die Spur passte.

Um 10.20 Uhr stand der Steuerwagen des «Bärenzuges» nach 34 Tagen Seitenlage endlich wieder auf eigenen Rädern! Mit einer Diesellok wurde dieser schliesslich Richtung Zweisimmen und dann weiter nach Chernex ins MOB-Depot abtransportiert, wo er für seine nächsten Einsätze wieder auf Vordermann gebracht wird. «Rund 80’000 Franken kostet diese heutige Aktion», informierte der MOB-Pressesprecher Hans-Ruedi Gerber nach der erfolgreichen Bergung.

Erstellt am: 06.02.2018

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