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Informationsabend in Matten

Vogelfütterung, aber wie?

Wie, wann und was soll man füttern? Wie sieht ein guter Futterspender aus und welche Fallen gilt es zu vermeiden? Was wären nachhaltige Lösungen? Das Thema weckte enormes Engagement am Infoanlass in Matten.

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Vogelfütterung im Winter

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© Charlotte Engstad

Vögel können die Füssen in den Plastnetzen der Meisenknödel verheddern. Myrta Wüthrich hängt die Knödel in einem Schwingbesen auf, um das Problem zu vermeiden.

© Charlotte Engstad

Verschiedenste geeignete und weniger geeignete Futterspender.

© Charlotte Engstad

Feldornithologin Myrta Wüthrich zeigte Beispiele von geeignetem und ungeeignetem Vogelfutter.

© Charlotte Engstad

Myrta Wüthrich erklärte die Vor- und Nachteile von verschiedenen Futterspendermodellen.

Am 12. Oktober fand im alten Schulhaus in Matten ein Infoabend zum Thema Vogelfütterung im Winter statt. Das Interesse war sehr gross, 32 Personen warteten auf Beginn des Vortrags.

Die schwierige Nahrungssuche

Myrta Wüthrich aus St. Stephan, diplomierte Feldornithologin und Exkursionsleiterin, begrüsste die Anwesenden herzlich und wandte sich dem Thema des Abends zu: Sollten Vögel im Winter gefüttert werden, wie füttert man richtig und macht eine Ganzjahresfütterung Sinn? Die langstreckenziehenden Vögel sind weg und jetzt fliegen die Kurzstreckenzieher in den Süden; diese Arten finden bei uns nicht genug Nahrung durch den Winter.

Die sogenannten Standvögel wie Finken, Meisen, Sperlinge, Rotbrüste und Spechte jedoch bleiben in unseren Wäldern, Wiesen und Gärten. Ihr natürliches Nahrungsangebot, das aus Beeren und Samen besteht, verschwindet im Laufe des Winters. Ausserdem wird die Futtersuche durch eine geschlossene Schneedecke und vereiste Äste erschwert.

Eine Kohlmeise wiegt 20 Gramm, im Laufe einer Winternacht verliert sie bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts. Eine richtige Winterfütterung vermindert daher Stress und reduziert die Sterblichkeit.

Richtige Fütterung und Futterspender

Jetzt seien die Vögel auf Ausschau nach Futterplätzen, erklärte Myrta Wüthrich. Die Fütterung kann also im Oktober beginnen und sollte hier in den Alpen bis April andauern. Wer jedoch anfängt, Futter bereitzustellen, muss verlässlich nachfüllen. Falls die Nahrung ferienhalber ausbleiben sollte, riskieren die Vögel den Tod und es wäre besser gewesen, gar nie zu füttern.

Eine geeignete Futterstelle ist katzensicher, Standorte an stark befahrenen Strassen sollten vermieden werden. Das Futter darf nicht feucht werden und schimmeln. Ebenfalls sollten die Vögel nicht ins Futter sitzen können und so durch Fäkalien Krankheitserreger verbreiten. Der Futterspender muss ausserdem regelmässig mit Seife und warmem Wasser gereinigt werden. Viele der im Handel erhältlichen Futterhäuschen sind schlecht konstruiert, völlig ungeeignet ist am Boden verstreutes Futter oder in Schalen bereitgestellte Nahrung. Speisereste sind schädlich, Salz führt zu Vogeltod.

Erstellt am: 22.10.2022

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