Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Grosse Begeisterung und Idealismus für den Erfolg eines Circus

Seine Vorstellung in Zweisimmen sollte dieses Jahr am 15./16. April stattfinden. Wegen der Coronakrise kann der Circus Harlekin nun nicht wie gewohnt seine Tournee starten und hofft auf eine Öffnung.

rating rating rating rating rating
Grosse Begeisterung und Idealismus für den Erfolg eines Circus

Das mexikanische Artistenduo Nevarez, der Kapellmeister Vadym Kovalchuk aus der Ukraine, im Hintergrund zwei langjährige Mitarbeiter aus Marokko sind bereit für die Vorführungen. Nicole und Pedro Pichler (rechts) hoffen, dass die BAG-Richtlinien bald gelockert werden.

Der Circus Harlekin wurde 1993 von Pedro Pichler zusammen mit der Lehrerin und Clownpartnerin Monika Aegerter gegründet. «Pedro» wie er von allen genannt wird, arbeitete vor seinem Zirkusleben in einer Verwaltung als Beamter.

Dieses Jahr konnte die Tournee aus bekannten Gründen nicht wie geplant am 17. März gestartet werden. Aktuell ist der Zirkus in Thun, dem ersten Veranstaltungsort. Dort ist es relativ einfach, die BAG-Richtlinien einzuhalten.

Für die schweizerischen Zirkusunternehmer ist es aktuell sehr schwierig, die kommende Saison zu planen. «Wir haben den Tourplan schon dreimal überarbeitet, das heisst neu geplant, mit den Gemeinden gesprochen und sind immer vom bestmöglichen Szenario ausgegangen», meint Nicole dazu.

Finanziell ist die Situation für den Circus Harlekin sehr bedrohlich: «Wir haben Kurzarbeit beantragt und diese ist auch bewilligt worden. Das Schreiben haben wir letzte Woche erhalten». Somit ist hoffentlich für die Mitarbeiter das Schlimmste geregelt.

Für den Zirkus ist die Situation wieder ganz anders. Bereits im Vorfeld muss viel Geld ausgegeben werden, so entstehen Verwaltungskosten von 25000 bis 30000 Franken, bevor die erste Aufführung stattfindet.

«Obwohl die Zirkusbranche eine der ältesten Kulturveranstalterinnen der Welt ist, gibt es in der Schweiz keinerlei Subventionen», meint Pedro traurig. «Wir leben einzig von den Eintritten. So ist es für uns auch sehr wichtig, dass wir ausverkaufte Vorstellungen haben, sonst reichen die Einnahmen bei einem normalen Jahr schon nicht mehr. Es wird sehr schwer werden.»

Erstellt am: 29.04.2020

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Interessante Artikel