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Volksschule Zweisimmen

Von der Fermel-Lehrerin zur Zweisimmer Schulleiterin

Nach 22 Jahren als Leiterin der Volksschule Zweisimmen – zum Beginn in einem Dreierteam – tritt Marianne Hodel-Bichsel auf Ende Juli 2019 in den Ruhestand. Das Amt der Schulleiterin hat sich in den zwei Jahrzehnten infolge der kantonalen Vorgaben stark verändert. Beschränkte sich die Arbeit früher vorwiegend auf die Gestaltung von Stundenplänen und administrative Aufgaben, ist der Job heute mit Leadership und Management zu bezeichnen.

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Von der Fermel-Lehrerin zur Zweisimmer Schulleiterin

Marianne Hodel, für 22 Jahre Leiterin der Volksschule Zweisimmen, freut sich auf einen neuen Lebensabschnitt.

Marianne Hodel-Bichsel blickt auf eine 44-jährige, interessante Tätigkeit in den verschiedensten Bereichen der Schule zurück.

Als junge Lehrerin im Fermeltal
Der Einstieg ins Berufsleben erfolgte an der Gesamtschule im Fermeltal. Gerade einmal drei Schülerinnen (drei Schwestern) konnte sie an ihrem ersten Schultag am 1. April 1975 willkommen heissen. Drei spannende Jahre im hoch gelegenen Seitental in St. Stephan erforderten von der jungen Lehrerin viel Organisations- und Improvisationstalent. 1978 schlug ihr die Schulkommission von St. Stephan den Wechsel an die Schule Häusern vor. Dort wirkte sie bis zu ihrer Heirat 1984 an der 3. und 4. Klasse. Marianne Hodel blickt gerne auf diese Zeit zurück: «Es war eine Zeit der guten alten Schule, ohne ständige Restrukturierungsmassnahmen.»

Mit dem Einstieg in den Gastrobereich war ein temporärer Ausstieg aus dem Vollamt als Lehrerin verbunden. Durch Stellvertretungen in St. Stephan und später in Zweisimmen blieb sie mit dem Lehrerberuf jedoch verbunden. Beim Unterricht an der Hotelfachschule im Lenker Hotel Wildstrubel ergänzten sich ihre Erfahrungen als Lehrerin und aus dem Gastrobereich ideal. In der Volksschule konnte sie im technischen und textilen Gestalten von ihren Hobbys (Patchworken, Holzbearbeitung, Töpfern, usw.) profitieren.

Schulleitung: Start im Dreierteam
1997 übernahm sie zusammen mit ihren Kollegen Bernhard Kern und Ueli Zeller die Teilzeitanstellung in der Schulleitung der Volksschule und des zehnten Schuljahrs in Zweisimmen. Die erweiterten Aufgaben der Schulleitung erforderten stete Aus- und Weiterbildungen. Marianne Hodel schloss die damals übliche, berufsbegleitende Ausbildung als Schulleiterin 2007/08 am Institut für Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule in Bern ab.

2012 erfolgte die Wahl zur alleinigen Schulleiterin. Zusammen mit der Leitung der Tagesschule und der Übernahme der Verantwortung über die ICT-Leitung (Informations- und Kommunikationstechnologie) war das anfänglich Vollanstellung. Durch den Rückgang der Schülerinnen und der Schüler (ehemals 450; heute knapp 300) und der damit verbundenen kleineren Klassenzahl (vormals 22, heute noch 15) reduzierte sich dieses Pensum bis heute auf ca. 80 Stellenprozente.

Konzentration auf Zweisimmen mit zusätzlichen Aufgaben verbunden
In den vergangenen gut zwei Jahrzehnten fanden auch in Zweisimmen einschneidende Veränderungen im Schulalltag statt. Der Einbezug aller Schüler der Oberstufe aus St. Stephan und die durch die Gemeindebeschlüsse erfolgten Schliessungen der Bäuertschulen (Blankenburg, Reichenstein und Mannried) und die damit verbundene Konzentration auf die Schulanlage Gwatt sowie neue Lehrformen und zusätzliche Angebote der Schule stellten einige Herausforderungen an das Schulleitungsteam dar. Auch der Wechsel der Sekundarstufe in das Schulhaus Gwatt A, die Anpassungen der Stundepläne und die Neuorganisation der Schülertransporte waren mit viel zusätzlichem Aufwand verbunden.

Entsprechend den neuen Bedürfnissen mussten Werkräume, Musikzimmer und Tagesschul-Räumlichkeiten eingerichtet werden und die Einführung einer dritten Kindergartenklasse erforderte Umbaumassnahmen. Mit der Neugestaltung der Aussenspielplätze konnte die Schulanlage kinderfreundlicher gestaltet werden.

Offen für Neues: Flexibilisiertes Schuljahr und Sprachangebote
Ein wichtiges Anliegen war der Schulleiterin die Teilnahme am kantonalen Pilotprojekt «Flexibilisiertes 9. Schuljahr». Seit drei Jahren besuchen die nicht ans Gymnasium wechselnden Schüler/-innen gemeinsam das letzte Schuljahr. Anders als früher steht dabei die Vorbereitung auf das Berufsleben im Vordergrund. «Als Schulleiterin mit einem privatwirtschaftlichen Background ist für mich das duale Bildungssystem ganz wichtig und ich schätze die Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe.

Weitere nicht unbedeutende Vorteile bringt die Nähe zur französischen Sprachgrenze», ist Marianne Hodel-Bichsel überzeugt. In ihrem letzten Schulleitungsjahr konnte sie in einer Arbeitsgruppe der kantonalen Erziehungsdirektion an Abklärungen für Schüleraustausche zwischen Bern und dem Waadtland mitwirken – ein Angebot, das zwischen dem Saanenland und dem Pays-d’Enhaut seit vielen Jahren mit Erfolg durchgeführt wird.

Zusammenarbeit gross geschrieben
Marianne Hodel-Bichsel ist sich bewusst, dass sie nur ein kleines Rädchen im Uhrwerk Schule war. Umso mehr ist sie dankbar für die gute Zusammenarbeit im Kollegium, mit der Schulkommission, den Arbeitsgruppen, den Gemeindebehörden, den kantonalen Amtsstellen (Schulinspektorat und Erziehungsdirektion) und mit den Eltern. Ein spezielles Kränzchen widmet sie dem aktuellen Abwartsteam: «So macht Zusammenarbeit Spass».
Von der Fermel-Lehrerin zur Zweisimmer Schulleiterin

Marianne Hodel im Schülerspalier.

Erstellt am: 05.07.2019

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