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«Endlich am Ziel!»

Am Samstag, beim 27. Jungfrau-Marathon (JM), standen 4000 Läufer auf dem Höheweg in Interlaken. Ihr Ziel war die Kleine Scheidegg. Stellvertretend für die Simmentaler Läufer fragten wir beim Lenker Nicola Buchs nach.

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«Endlich am Ziel!»

Fast leichtfüssig sah es aus, als Nicola Buchs im Ziel eintraf.

Es ist hart, es ist fordernd und bringt einen an den Rand der Leistungsfähigkeit. Der Jungfrau-Marathon 42,195 Kilometer mit 1829 Höhenmetern führt auf die Kleine Scheidegg (2095 m ü. M.). Der Lenker Nicola Buchs startete zum ersten Mal und konnte aufgrund früherer Leistungen bei der Elite starten. Letztes Jahr startete Buchs in der Kategorie Halbmarathon. Da war allerdings nach 21 Kilometern Schluss. «Es hätte mich schon gereizt, mich noch die Wand hochzukämpfen, aber eben, das holte ich dieses Jahr nach.

Es war ein unglaubliches Gefühl, als die vielen Zuschauer auf der Startlinie die Blicke auf mich und mein Namensschild richteten. Als ich dann Schulter an Schulter mit mehreren Berglauf-Weltmeistern in der Reihe stand, wurde ich von meinem Gefühl beflügelt. Gedanken an das Rennen hatte ich keine, ich genoss den Moment», so Buchs. Als es jedoch 8.29 Uhr war, wurde Buchs bewusst: «Jetzt geht es los. Gedanken, wie schaffe ich es, realisiere ich meine Wunschzeit und kann ich unter die Top-Ten in meiner Kategorie kommen», surrten durch seinen Kopf.

Zum Studieren blieb keine Zeit, punkt 8.30 Uhr fiel der Startschuss. Eine Runde in Interlaken und dann ab Richtung Gsteigwiler und Zweilütschinen bis nach Lauterbrunnen. Dann ging es steil bergauf nach Wengen, Wixi und zum Grat der Moräne des Eigergletschers. Von hier zur Loucherflue mit 2203 m ü. M. zum höchsten Punkt des Marathons und dann zum Ziel, der Kleinen Scheidegg.

Es war teilweise einsam
Ab 32 Kilometer (nach Wengen) bis 37 (unterhalb von Wixi) dachte Buchs, sich einfach hinzulegen. «Einfach auf den Boden liegen und fertig. Im Kopf kämpfte ich mit mir aufzuhören. Der Wille, das Ziel zu erreichen, war jedoch grösser. So kurz davor, wollte ich nicht aufgeben», erklärte der Lenker. Und setzte seinen Weg mit noch mehr Motivation fort. Krämpfe bahnten sich an, der Athlet bekam diese jedoch in den Griff. «Auf dem Stück Richtung Moräne bei der Loucherflue lief ich einen Teil recht alleine. Und dann lag das Ziel vor mir», erläuterte der Simmentaler die Schlussphase.

Der Zieleinlauf sei dann so etwas wie eine Mischung zwischen ausgepumpt, glücklich und unfallfrei im Ziel zu sein gewesen. «Da habe ich nicht mehr viel denken können. Ich war einfach nur froh, im Ziel zu sein.» Der Langläufer hat noch für die kommende Saison mitgenommen: «Es wird ähnliche Situationen geben, wo ich nur noch an das Aufhören denken werde. Es ist eine mentale Sache. Ich habe beim Marathon gemerkt, was ich erreichen kann, wenn ich an mich glaube und Schritt für Schritt einfach weitergehe.» Für mich hat sich die Teilnahme gelohnt.» Die Zielsetzungen: Erstens, unter die Top Ten in seiner Kategorie kommen, hat er sich mit dem ersten Rang in seiner Kategorie mehr als erfüllt. Zweitens, unter einer Stunde Rückstand auf den Sieger ankommen hat er ebenfalls erreicht. Buchs benötigte für die Strecke 3:51.54,0. Der Schotte Robbie Simpson siegte mit 2:59.29 Stunden.

Auszug aus der Rangliste
F20: 146. Celiné Ueltschi, Erlenbach, 5:49.18,6.

F20: 205. Janine Rubi, Oey, 6:33.16,0.

F45: 69. Ursula Ganz, Wimmis, 5:44.43,4.

MU20: 1. Nicola Buchs, Lenk, 3:51.54,0.

M20: 51. Philippe Eschler, Lenk, 4:00.43,3.

M35: 159. Rolf Ueltschi, Weissenbach, 4:49.31,9.

M40: 288. Roland Knutti, Diemtigen, 5:36.50,0.

M45: 228. Thomas Glaus, Diemtigen, 5:13.18,9.

M50: 164. Urs Kühne, Lenk, 4:59.32,0.

M55: 247. Jürg Wittwer, Wimmis, 5:59.59,5.

«Endlich am Ziel!»

Mit dem ersten Rang in seiner Altersklasse wurden die persönlichen Ansprüche von Nicola Buchs aus Lenk weit übertroffen.

Erstellt am: 17.09.2019

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