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Zu den Leserbriefen in der letzten Nummer

Von Bernhard Gerber-Muster

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Ich bin ja kein Simmentaler, sondern nur ein kleines geduldetes, steuerzahlendes Neuzuzügerlein aus einer andern Randregion. Aber die Antworten auf den Leserbrief von Lorenz Dreyer veranlassen mich, darauf zu reagieren. Dass die Zufahrtsstrasse ins Simmental nur durch die SVP verschlafen wurde, glaube ich nicht. Diese Verhinderung ist eher auf einem Konto von einem früheren grünen Grossrat im Niedersimmental abzubuchen.

Es sei falsch zu glauben, dass die zehnjährigen Streitereien und die damit verlorenen Millionen nur auf das Konto von Herrn Perrenoud gehen, ist für mich ein grosses Fragezeichen. Wer hat dann die GEF von 2006 bis 2016 geführt? Also fällt diese Angelegenheit genau in diese Zeit. Es gibt auch SVP-Grossrätinnen und Grossräte, die sich mit viel Kraft für die Erhaltung des Spitals Zweisimmen eingesetzt haben. Das hat sich vor der Schliessung der Geburtenabteilung gezeigt. Sie sind leider nicht im Verwaltungsrat der STS AG.

Wenn die Konzernrechnungen der STS AG vom zuständigen Regierungsrat nur oberflächlich oder überhaupt nicht kontrolliert wurden, frage ich mich, welcher Regierungsrat dann diese Jahresrechnungen von 2006 bis 2016 kontrolliert hat und ob es in dieser Zeit auch Verwaltungsräte gegeben hat, die auf diese schlechten Kontrollen aufmerksam gemacht haben? Wenn Herr Pfister schreibt, dass sich mit Regierungsrat Schnegg diese Situation nicht geändert hat, hat er wahrscheinlich vergessen, dass Herr Schnegg erst seit dem 1. Juli 2016 Regierungsrat ist und dass bis zum 30. Juni 2016 noch eine rot-grüne Regierungsmehrheit war. Wer aus dieser Situation etwas festgestellt hat, weiss, warum der Bernische Grossrat im November 2017 eine solche grosse Spardebatte durchführen musste. Wer weiss, wie unser Staatshaushalt funktioniert, weiss auch, dass eine in zehn Jahren heruntergefahrene Direktion nicht in 1½ Jahren wieder auf Vordermann ist. Zudem hat Herr Schnegg im Berner Jura mit Taten und nicht mit Worten bewiesen, wie man Spitalregionen wieder in schwarze Zahlen führt und sie zum Funktionieren bringt. Wahrscheinlich wissen Herr Matti wie Herr Pfister auch nicht, was sich Regierungsrat Perrenoud in andern Spitalregionen geleistet hat. Da kündigte in einer Spitalregion ein guter Spitaldirektor vor allem mit der Begründung, dass mit der GEF unter der Führung von Herrn Perrenoud keine vernünftige Gesundheitsversorgung erbracht werden könne.

Schlussendlich schreibt Herr Pfister in seinem Leserbrief richtig den so treffenden Spruch «Wahltag ist Zahltag». Diesen Spruch kann man auch noch ergänzen mit: «Nur die allergrössten Kälber wählen ihren Henker selber». Da staune ich immer wieder, dass die meisten Bernerinnen und Berner gar nicht wissen, dass die andern Schweizer Kantone via interkantonalen Finanzausgleich täglich 3,5 Millionen Franken an den Bernischen Staatshaushalt bezahlen. In diesem Sinne wünschte ich mir schon, dass das Bernische Stimmvolk mit seiner Stimmabgabe dieser misslichen Situation Rechnung trägt. ,

Erlenbach

Erstellt am: 01.02.2018

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